Politische Systeme und Systemvergleich

 

Prof. Dr. Marianne Kneuer

V: Einführung in das Studium der politischen Systeme

Mittwoch (3) 11:10 – 12:40 Uhr                                   

ABS/E011/H

POL-BM-SYS

PHF-SEMS-GK-01

 PHF-SEGY-GK-01

 PHF-SEBS-GK-01
PHF-BA-POL-BM-SYS

 PHF-BA-SOWI-POL-SYS

 

Erik Vollmann, M.A.

S: Einführung in das Studium der politischen Systeme

Dienstag (2) 09.20 – 10.50 Uhr

ABS/1-001/U

POL-BM-SYS

PHF-SEMS-GK-01

 PHF-SEGY-GK-01

 PHF-SEBS-GK-01

PHF-BA-POL-BM-SYS

PHF-BA-SOWI-POL-E-SYS

Erik Vollmann, M.A.

S: Einführung in das Studium der politischen Systeme

Dienstag (3) 11.10 – 12.40 Uhr

ABS/2-007/U

Erik Vollmann, M.A.

S: Einführung in das Studium der politischen Systeme

Dienstag (4) 13.00 – 14.30 Uhr

ABS/2-007/U

Erik Vollmann, M.A.

S: Einführung in das Studium der politischen Systeme

Mittwoch (2) 09:20 – 10.50 Uhr

ABS/2-007/U

Erik Vollmann, M.A.

S: Einführung in das Studium der politischen Systeme

Donnerstag (2) 09:20 – 10.50 Uhr

HSZ/101/U

Bastian Stock, M.A.

S: Einführung in das Studium der politischen Systeme

Montag (3) 11.10 – 12:40 Uhr

ABS/1-001/U

 

Die Vorlesung und das Seminar bilden im Bachelorstudiengang gemeinsam das obligatorische Basismodul „Einführung in das Studium der politischen Systeme“. Zuerst erhalten die Studierenden einen knappen Überblick über Politik und Politikwissenschaft. Anschließend werden grundlegende Theorien der Systemanalyse dargestellt. Es schließt sich eine umfassende und systematische Behandlung der drei Dimensionen von Politik: „Polity“, „Politics“ und „Policy“ an, d.h. es werden Strukturen und Institutionen, Akteure und Prozesse sowie zentrale Aspekte von Staatstätigkeit behandelt.  

Literaturhinweise:
Caramani, Daniele (Hrsg.). 2020. Comparative politics. 
Oxford: Oxford University Press.

Gallagher, Michael, Michael Laver, und Peter Mair. 2011. Representative government in modern Europe. London: McGraw-Hill.

Lauth, Hans-Joachim (Hrsg.). 2010. Vergleichende Regierungslehre: eine Einführung. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwiss.

Lauth, Hans-Joachim (Hrsg.). 2014. Politische Systeme im Vergleich: formale und informelle Institutionen im politischen Prozess. München: De Gruyter Oldenbourg.

Lauth, Hans-Joachim, und Christian Wagner. 2020. Politikwissenschaft: Eine Einführung. Paderborn: Schöningh.

Lauth, Hans-Joachim, Gert Pickel, und Susanne Pickel. 2014. Vergleich politischer Systeme. Paderborn: Schöningh.

Lauth, Hans-Joachim, Gert Pickel, und Susanne Pickel. 2015. Methoden der vergleichenden Politikwissenschaft: eine Einführung. Wiesbaden: Springer VS.

Lauth, Hans-Joachim, Marianne Kneuer, und Gert Pickel (Hrsg.). 2016. Handbuch vergleichende Politikwissenschaft: mit 25 Tabellen. Wiesbaden: Springer VS.

Wagschal, Uwe, Sebastian Jäckle, Georg Wenzelsburger (Hrsg.). 2015. Einführung in die vergleichende Politikwissenschaft: Institutionen - Akteure – Policies. Stuttgart: Kohlhammer.

 

 

TUT: Einführung in das Studium der politischen Systeme

N.N.

Tage und Zeiten werden noch bekannt gegeben.

PHF-BA-SOWI-POL-SYS

PHF-SEMS-GK-01

 PHF-SEGY-GK-01

 PHF-SEBS-GK-01

PHF-BA-POL-BM-SYS

fakultativ für:

POL-BM-SYS

 

Die Tutorien unterstützen gezielt Vorlesung und Proseminar, indem mit den Studierenden politikwissenschaftliche Fragestellungen diskutiert sowie Grundkenntnisse vertieft und anhand von Beispielen eingeübt werden. Darüber hinaus bereiten die studentischen Tutoren auf erfolgreiches Bestehen der Prüfungsleistungen vor, indem sie wissenschaftliches Arbeiten vermitteln, offene Fragen klären und Musterklausuren besprechen.

 

Prof. Dr. Marianne Kneuer

V: Demokratiequalität und Demokratiemessung

Dienstag (6) 16.40-18.10 Uhr 

Ort: ABS/E08/H

PHIL-PV-SYS1

 

Demokratie stellt ein zentrales Konzept für die Vergleichende Politikwissenschaft dar. Was Demokratie ist, wie Demokratie definiert werden kann, welche hinreichenden und notwendigen Merkmale zu Demokratie gehören, sind gleichwohl Fragen, die seit der Antike (Stichwort: gute Herrschaft) und bis heute umstritten sind und wissenschaftlich diskutiert werden.

Die Demokratieforschung hat sich insbesondere auch angetrieben durch die Demokratisierungen der Dritten Welle erheblich weiterentwickelt und in verschiedene Forschungszweige ausgefächert. Einer dieser Forschungszweige entstand in den 2000er Jahren und widmet sich der Untersuchung, ob es unterschiedliche Grade von Demokratiequalität gibt, wie man diese festlegen kann. Blickt man auf die Gruppe demokratischer Staaten – etwa in der EU -, dann ergibt sich sofort, dass nicht alle Staaten auf dem gleichen Demokratieniveau befinden, sondern durchaus unterschiedliche Maße an Demokratie vorfindbar sind. Um solche deutlich feingradigeren Aussagen zu Demokratien zu machen, braucht es jedoch ein Messinstrument.

Daher geht mit der Forschung von Demokratiequalität die Entwicklung von Messinstrumenten für Demokratien (und Autokratien) einher. Demokratiemessung ist zu einem unverzichtbaren Element der Demokratieforschung und einem eigenen Forschungszweig geworden.

 

Literatur:

Altman, David, Aníbal Pérez-Liñán. Assessing the Quality of Democracy: Freedom, Com-petiveness and Participation in 18 Latin American Countries. (2001) Notre Dame: Kel-logg Institute Working Paper.

Beetham, David, Sarah Bracking, Iain Kearton, and Stuart Weir (2002). International IDEA Handbook of Democracy Assessesment. The Hague et al. 5

Beetham, David. “The Quality of Democracy: Freedom as the Foundation.” Journal of Democracy 15, no. 4 (2004): 61-75. doi.org/10.1353/jod.2004.0057.

Beetham, David Towards a universal framework for democracy assessment. Democratization 2 (2004): 1-17.

Diamond, Larry. “Is the Third Wave Over?” Journal of Democracy 7, no. 3 (July 1996): 20-37.

Diamond, Larry and Leonardo Morlino. "The Quality of Democracy: An Overview." Journal of Democracy 15, no. 4 (2004): 20-31. doi:10.1353/jod.2004.0060.

Geissel, Brigitte, Marianne Kneuer and Hans-Joachim Lauth. “Measuring the quality of democracy: Introduction.” International Political Science Review 3. no. 5 (2016): 571-579. doi.org/10.1177%2F0192512116669141.

Lauth, Hans-Joachim. Demokratie und Demokratiemessung. Wiesbaden: Springer Fach-medien (2004).

Lauth, Hans-Joachim, Pickel Gert and Christian Welzel. Demokratiemessung: Konzepte und Befunde im internationalen Vergleich. Wiesbaden: Springer Fachmedien (2000).

Munk, Gerardo and Jay Verkuilen. “Conceptualizing and Measuring Democracy. Evaluat-ing Alternative Indices.” Comparative Political Studies, 35, no.1 (2002): 5-34.

Munck, Gerardo L. “What is democracy? A reconceptualization of the quality of democracy.” Democratization 23, no. 1 (2016): 1-26. doi.org/10.1080/13510347.2014.918104.

O’Donnell, Guillermo. “The Quality of Democracy: Why the Rule of Law Matters.” Journal of Democracy 15, no. 4 (2004): 32-46. doi.org/10.1353/jod.2004.0076.

Pickel, Susanne, Toralf Stark and Wibke Breustedt (2015). Assessing the quality of quality measures of democracy. European Political Science 14(4): 496-520.

Powell, Bingham G. “ The Quality of Democracy: The Chain of Responsiveness.” Journal of Democracy 15, no. 4 (2004): 91-105. https://doi.org/10.1353/jod.2004.0070.

Rueschemeyer, Dietrich. “The Quality of Democracy: Addressing Inequality.” Journal of Democracy 15, no. 4 (2004): 76-90. doi.org/10.1353/jod.2004.0072. 6

Schmitter, Philippe C. “The Quality of Democracy: The Ambiguous Virtues of Accountabil-ity.” Journal of Democracy 15, no. 4 (2004): 47-60. doi.org/10.1353/jod.2004.0073.

 

 

Prof. Dr. Marianne Kneuer

S: Demokratische Erosion ins Ostmitteleuropa im Vergleich

Donnerstag (2) 9.20-10.50 Uhr 

Ort: ABS/2-006/U

PHIL-PV-SYS1

PHIL-PV-SYS2

PHIL-PV-SYS3

 

Demokratische Erosion ist ein globales Phänomen, das in den letzten Jahren erhebliche wissenschaftliche und politische Aufmerksamkeit erfahren hat. Bei diesem graduellen Prozess werden demokratische Institutionen, Prozesse, Praktiken und Normen ausgehöhlt. In manchen Fällen, gelingt es, diese Erosion zu stoppen und eine demokratische Rekonstruktion zu beginnen (siehe Polen). In anderen Fällen jedoch kommt es zum Zusammenbruch der Demokratie (Ungarn).

 

Dieses Seminar greift das Thema auf und hat zwei Ziele: zum einen die vorhandenen konzeptionellen Ansätze zu vermitteln und so ein Verständnis zu erarbeiten, wie sich demokratische Erosion von anderen Formen der Autokratisierung unterscheidet. Zum anderen wendet sich das Seminar der vergleichenden empirischen Analyse von konkreten Fällen zu, die demokratische Erosion erfahren und zugleich auch gestoppt haben: Polen und Tschechien. Für diese empirische Analyse werden die Methoden der Demokratiemessung kombiniert mit process tracing. Dies ermöglicht, den Verlauf des Demokratieabbaus ebenso wie den des Demokratieaufbaus genau zu verfolgen.

Das Seminar besteht aus zwei Teilen: Zunächst wird eingeführt in das Konzept der Demokratischen Erosion und wie man diese misst (Demokratiemessung). Im zweiten Teil werden die Teilnehmer:innen in zwei Gruppen die beiden Fälle (Polen und Tschechien) bearbeiten. Dies wird im Format eines Lehrforschungsseminars ablaufen. Die Prüfungsleistung wird in einer Hausarbeit bestehen. Der Umfang richtet sich nach den in den jeweiligen Studiengängen erforderlichen ECTS.

 

Literatur:

Bakke, E., & Sitter, N. (2022). The EU’s enfants terribles: Democratic backsliding in Central Europe since 2010. Perspectives on Politics, 20(1), 22-37.

Bartels, Larry. 2023. Democracy erodes from the top. Princeton Univ. Press.

Bernhard, M. (2021). Democratic backsliding in Poland and Hungary. Slavic Review, 80(3), 585-607.

Bermeo, Nancy. 2016. “On Democratic Backsliding.” Journal of Democracy 27 (1): 5–19.

Bogaards, Matthijs. 2018. “De-democratization in Hungary: Diffusely Defective Democracy.” Democratization 25 (8): 1481–99.

Carothers, T., and B. Press. 2022. Understanding and Responding to Global Democratic Backsliding. Carnegie Endowment for International Peace. https://carnegieendowment.org/2022/10/20/understanding-and-responding-to-global-democratic-backsliding-pub-88173.

Cassani, Andrea, and Luca Tomini. 2019. Autocratization in Post-Cold War Political Regimes. Cham: Palgrave.

Cianetti, Licia, James Dawson and Sean Hanley (eds.). 2019. Rethinking 'Democratic Backsliding' in Central and Eastern Europe. Routledge.

Haggard, Stephan, and Robert R. Kaufman. 2021. Backsliding: Democratic regress in the contemporary world. Cambridge: Cambridge University Press.

Kneuer, Marianne. 2021. “Unravelling democratic erosion: who drives the slow death of democracy, and how?” Democratization 28 (8): 1442–62.

Kneuer, Marianne.  2023. “Trends on Democratic Erosion: The Role Of Agency And Sequencing.” International Political Science Abstracts 73 (6): 837–47. https://doi.org/10.1177/00208345231218076.

Levitsky, Steven, and Daniel Ziblatt. 2018. How Democracies Die. New York: Crown.

Lührmann, Anna, and Staffan I. Lindberg. 2019. “A Third Wave of Autocratization Is Here: What Is New About It?” Democratization 26 (7): 1095–113.

Riedl, R. B., Friesen, P., McCoy, J., & Roberts, K. (2024). Democratic backsliding, resilience, and resistance. World Politics. 77( 1): 151-177.

 

Rupnik, J. (2007). Is East-Central Europe backsliding? From democracy fatigue to populist backlash. Journal of Democracy, 18(4), 17-25.

Vachudova, Anna M. (2020). Ethnopopulism and democratic backsliding in Central Europe. East European Politics, 36(3), 318-340.

  

Prof. Dr. Marianne Kneuer

C: Forschungskolloquium

Dienstag (7) 18.30-20.00 Uhr 

Ort und weitere Informationen: siehe Opal

POL-AQUA

Studium Generale

fakultativ

 

Dieses in jedem Semester angebotene Kolloquium verfolgt vier Ziele. Erstens lässt es Studierende an den laufenden Forschungsprojekten der Professur für Politische Systeme und Systemvergleich teilhaben. Der unmittelbar erlebbaren Verbindung von Forschung und Lehre dienend, eröffnet es gute Möglichkeiten, für die eigene Abschlussarbeit benötigte methodische und theoretische Kenntnisse durch die Teilnahme an projektbezogenen Diskussionen zu erwerben und zu festigen. Zweitens ist das Kolloquium die Stätte der Diskussion eigener Forschungsideen oder Forschungsarbeiten der Teilnehmenden. Drittens werden im Kolloquium die Verteidigungen zu Bachelor- und Masterarbeiten abgehalten. Viertens ist das Kolloquium ein Raum für die Diskussion grundsätzlicher politikwissenschaftlich relevanter Fragen.

Es wird all jenen Studierenden zur regelmäßigen Teilnahme am Kolloquium geraten, die ihre Qualifikationsarbeit an der Professur für Politische Systeme und Systemvergleich schreiben und verteidigen wollen. Solche Studierende haben ferner die Möglichkeit, die eigene Bachelor-, Master-, Staatsexamens- oder Doktorarbeit schon in der Konzeptions- und Planungsphase in dieser Veranstaltung zur Diskussion zu stellen und so wertvolles Feedback zu erhalten. Interessierte Studierende können aber auch ohne Voranmeldung zu einzelnen Sitzungen erscheinen.

 

Ringvorlesung

V: Methoden der empirischen Sozialforschung I

ACHTUNG: Verlegt auf Di 13:00-14:30

 

PHF-BA-Soz-M-MESE

POL-METH

PHF-SEGY-GK-13

PHF-SEMS-GK-18

PHF-SEBS-GK-18

 

Die Ringvorlesung bietet einen Überblick über die Vorgehensweisen, Probleme und Möglichkeiten der empirischen Sozialforschung. Ausgehend von der wissenschaftstheoretischen Einbettung der empirischen Sozialforschung und den Problemen bei der Begriffsbildung und der Operationalisierung werden die gängigen Methoden der Datenerhebung und der Stichprobenziehung dargestellt.

Die Vorlesung wird auch jenen Studierenden in den Masterstudiengängen „Politik und Verfassung“ sowie „Internationale Beziehungen“ dringend empfohlen, die eine grundständige Methodenausbildung im Bachelorstudium nachholen oder auffrischen müssen.

 

Einschreibung, Literaturhinweise und weitere Informationen sind über den Internetauftritt und die OPAL-Lernressourcen des Zentrums für sozialwissenschaftliche Methodenlehre (ZSM) zu beziehen.

  

TUT: Methoden der empirischen Sozialforschung I

1: Fabian Freiwald

Tag/Zeit: wird noch benannt: siehe OPAL 

2: Fabian Freiwald

Tag/Zeit: wird noch benannt: siehe OPAL 

3: Stella Benedek

Tag/Zeit: wird noch benannt: siehe OPAL 

PHF-BA-Soz-M-MESE

   fakultativ zu:

POL-METH

PHF-SEGY-GK-13

PHF-SEMS-GK-18

PHF-SEBS-GK-18

 

Unsere Tutorien zum Methodenmodul werden exklusiv für Studierende der Politikwissenschaft und einschlägiger Lehramtsstudiengänge angeboten. Sie unterstützen die Ringvorlesung, indem gezielt Grundkenntnisse vertieft und Fertigkeiten anhand von Beispielen aus der Politikwissenschaft eingeübt werden. Darüber hinaus bereiten die von fortgeschrittenen Studierenden gehaltenen Tutorien auf die Klausur vor.

  

Prof. Dr. Uwe Backes

V: Systemvergleich II: Autokratien

Dienstag (6) 16.40 – 18.10 Uhr

HSZ/403      

POL-WO-Autokratien


 

Auf unserem Planeten überragt die Zahl politischer Systeme ohne effektive Gewaltenkontrollen auch im 3. Jahrzehnt des 21. Jahrhundert die der demokratischen Verfassungsstaaten bei Weitem. Im Mittelpunkt der Vorlesung stehen Herrschaftskonstruktion und Funktionslogik von Autokratien. Ausgewählte Fallbeispiele aus dem 20. und 21. Jahrhundert bilden die Grundlage eines systematischen Vergleichs. Dabei treten Gemeinsamkeiten wie Unterschiede verschiedener Formen autokratischer Herrschaft zutage.

 

Literatur

Backes, Uwe. 2022. Autokratien. Baden-Baden: Nomos.

Backes, Uwe und Steffen Kailitz (Hrsg.). 2014. Ideokratien im Vergleich. Legitimation –  Kooptation – Repression. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

Geddes, Barbara, Joseph Wright und Erica Frantz. 2018. How Dictatorships Work. Cambridge: Cambridge University Press.

Kailitz, Steffen und Patrick Köllner (Hrsg.). 2013. Autokratien im Vergleich. Baden-Baden: Nomos.

 

Erik Zignaigo, M.A.

S: Militant Democracy: Concept, Critique, and Comparative Perspectives

Mo (4) – 13:00 -14:30 Uhr

Ort: HSZ/103/U

POL-GAM-SYS

POL-SEGY-GK-05

POL-SEMS-GK-05

POL-SEBS-GK-05

PHF-SEBS-17

POL-WO-Forschung

PHF-BA-POL-AM-Forschung

 PHF-SEBS-GK-05

PHF-SEGY-GK-05

PHF-SEOS-GK-05

 

This seminar introduces Political Science and Teaching students to the concept of militant democracy, examining its theoretical foundations, critiques, and comparative applications.

The first section explores the origins of militant democracy, tracing its development from Karl Loewenstein’s seminal 1937 articles to contemporary interpretations by Capoccia, Tyulkina, and Kirchner. It provides a historical and conceptual overview of how democracies can defend themselves against anti-democratic threats.

The second section engages with the debate on democratic legitimacy, analyzing arguments for and against militant democracy. Students will critically discuss whether protective measures strengthen or undermine democratic values and institutions.

The final section offers a comparative perspective, contrasting the German anti-extremism model with the Italian negative republicanism approach, as conceptualized by Niesen. Case studies from both countries will illustrate how democracy protection measures are implemented in practice, followed by a comparative discussion of their effectiveness and implications.

The seminar combines theoretical insights with real-world applications, equipping students with a deeper understanding of how democracies navigate the tension between openness and self-defense.

This course will be taught in English.

  

Dr. Manès Weisskircher

S: Das politische System Deutschlands zwischen Stabilität und Krise. Politikwissenschaftliche Perspektiven

Blockseminar, jeweils zweiwöchig

Dienstag (4-5) 13:00-16:20 Uhr

Ort: ABS/2-006/U

 

POL-GAM-SYS

POL-SEGY-GK-05

POL-SEMS-GK-05

POL-SEBS-GK-05

POL-SEBS-GK-17

POL-WO-Forschung

PHF-BA-POL-AM-Forschung

 

Im Jahr 1949 wurde das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland als „Provisorium“ beschlossen. Im Jahr 2024 feierte es seinen 75. Geburtstag. Der langen Stabilität des Grundgesetzes stehen diverse gegenwärtige Krisendiskurse über das politische System gegenüber, bis hin zu solchen über eine Krise der Demokratie. Vor diesem Hintergrund diskutieren wir im Zuge des Seminars alte und neue Herausforderungen für das politische System der Bundesrepublik aus drei politikwissenschaftlichen Perspektiven: (1) Zuerst erinnert uns eine internationale Perspektive mit US-Bezug – die Lektüre von „Tyranny of the Minority“, das neue Buch der renommierten Politikwissenschaftler Steven Levitsky und Daniel Ziblatt – an den Wert von Verfassungsregelungen, deren höchst politische Entstehungsgeschichten und die langfristigen Folgen; (2) Danach beschäftigen wir uns mit der Entstehungsgeschichte und Struktur des Grundgesetzes, auch im Hinblick auf Erfahrungen der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus; (3) Zuletzt diskutieren wir alte und neue Herausforderungen für das politische System Deutschlands, die verfassungsrechtliche Fragen berühren, z.B. die Frage der direkten Demokratie, den Umgang mit dem Rechtsextremismus oder den Föderalismus.