Lineare Funktionen
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Eine Funktion der Form \(f(x)=m\cdot x +n\), wobei \(m\neq0\) und \(n\) feste reelle Zahlen sind, bezeichnen wir als lineare Funktion (=Gerade in der Ebene).
Die Funktion ist für alle \(x\in\mathbb R\) definiert und nimmt auch alle reellen Zahlen als Wert an, d.h. Definitionsbereich = Wertebereich = \(\mathbb R\).
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Anstieg Die Zahl \(m\) ist gerade der Anstieg der Funktion \(y=f(x)=m\cdot x+n\). \(~\) Begründung: Es seien \(x_1\neq x_2\) zwei verschiedene Zahlen, dann ist \(\displaystyle\frac{f(x_1)-f(x_2)}{x_1-x_2}=\frac{(m x_1+n)-(m x_2+n)}{x_1-x_2}=\frac{m (x_1-x_2)}{x_1-x_2}=m\), d.h. \(m\) entspricht dem Quotienten aus Änderung der \(y\)-Werte durch Änderung der \(x\)-Werte, also dem Anstieg. |
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Beispiel: Im folgenden Bild sind die Funktionen
dargestellt.
In diesem Beispiel ist \(n=0\). Daher gehen alle drei Funktionen durch den Koordinatenursprung \((0,0)\), d.h. \(f(0)=0\). |
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Merke:
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Verschiebung Den Koeffizienten \(n\) nennen wir Verschiebung. Für die Funktion \(f(x)=m x+n\) gilt \(f(0)=n\), d.h. der Funktionswert ist gegenüber dem der Funktion \(mx\) um den Wert \(n\) in \(y\)-Richtung verschoben. Der Anstieg ändert sich durch addieren des Wertes \(n\) nicht. |
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Beispiel: Im folgenden Bild sind die Funktionen
dargestellt.
Die drei Funktionen verlaufen parallel zueinander. |