Einführung in die Kulturwissenschaftliche Linguistik

TU Dresden | Wintersemester 2016 / 2017 Einführung in die Kulturwissenschaftliche Linguistik

In den letzten Jahren und Jahrzehnten widmeten sich Forscher_innen wieder vermehrt der Untersuchung des Zusammenhangs von Sprachgebrauch und Kultur. Das liegt zum einen daran, dass kulturanalytische Fragestellungen in den letzten Jahren und Jahrzehnten nicht nur in der Linguistik immer relevanter geworden sind, andererseits auch an einer innerfachlichen Um- und Neuorientierung, die sich nicht zuletzt aus dem Wunsch speist, ausgetretene forschungshistorische Pfade zu verlassen und noch unbearbeitete Bereiche des menschlichen Zusammenlebens für die Erforschung mit sprachwissenschaftlichen Methoden zu erschließen. Dabei kann sich die kulturbezogene Beschäftigung mit Sprache einer langen und stolzen Tradition rühmen, deren Erkenntnisse sich nicht hinter denen ihrer systemlinguistischen Halbschwester zu verstecken brauchen. Um diese Teildisziplin adäquat zu begreifen, ist eine Beschäftigung mit den ‚Klassikern‘ unerlässlich.

 

Folglich werden wir uns nach einer grund_legenden Begriffsklärung im ersten Teil des Seminars vornehmlich mit Primärtexten von unter anderem Ernst Cassirer, Ludwig Wittgenstein, Roland Barthes, Clifford Geertz und Jacques Derrida beschäftigen. Im neuen Jahr werden wir versuchen, die erworbenen (sprach-)theoretischen Kenntnisse und Fähigkeiten auf einzelne ausgewählte Kulturphänomene anzuwenden, um dabei unseren Blick für spätere linguistische Untersuchungen zu schärfen.

 

Das Seminar ist lektüre- und arbeitsintensiv. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft zu theoretischer und interdisziplinärer Lektüre. Eine Teilnahme macht nur Sinn, wenn die jeweiligen Sitzungen gründlich vor- und nachbereitet werden.

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