Von Menschen und Medien. Formprobleme der Moderne in Musils Mann ohne Eigenschaften

TU Dresden | Wintersemester 2016 / 2017 Von Menschen und Medien. Formprobleme der Moderne in Musils Mann ohne Eigenschaften

Dr. Tanja Prokic

Ein Semester lang sollen ausgehend von einer punktuellen Close-Reading-Lektüre verschiedene Perspektiven auf den schwarzen Monolithen der Deutschen Literatur geworfen werden. Der nach 21 Jahren Bearbeitungszeit bis zum Tode unvollendet gebliebene Roman Robert Musils greift alle zentralen Themen der Weimarer Geistesgeschichte auf und verfolgt diese bis zu ihren unheilvollen Wurzeln in die Antike zurück. Die Verflechtungen von Geschichte und Krise, Kapital und Sexualität, Mystik und Mathematik haben immer wieder Philosoph*innen, Literaturwissenschaftler*innen, Soziolog*innen und Kulturwissenschaftler*innen zu eingängigen, überraschenden wie abstrusen Theoriebildungen herausgefordert. Wir wollen uns einiger dieser Lektüren widmen sowie im Kontext der zeithistorischen medienkulturellen Entwicklungen Ansätze für eine medienwissenschaftliche Lektüre erarbeiten.

 

 

Begleitend zur Lektüre empfohlen: Inka Mülder-Bach: Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften: Ein Versuch über den Roman, München: Carl Hanser 2013.

 

 

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