Literatur und Mehrsprachigkeit. Sorbische Texte Translingual

TU Dresden | Wintersemester 2018 / 2019 Literatur und Mehrsprachigkeit. Sorbische Texte Translingual

Literatur und Mehrsprachigkeit. Sorbische Texte Translingual

Seit 1945 werden die meisten sorbischen Texte gleichzeitig auch auf Deutsch publiziert. Die sorbische Literatur wird vor allem durch Kito Lorenc und Róža Domašcyna in der Lyrik sowie durch Jurij Brězan in der Prosa als zweisprachige Literatur etabliert. Mehrsprachigkeit spielt in diesen, aber auch in vielen anderen sorbischen Texten eine Rolle. Das Seminar soll dazu befähigen, die sorbische Literatur aus der Perspektive aktueller Forschungsansätze zu Mehrsprachigkeit in der Literatur (Bürger-Koftis et al. [Hg.] 2010; Drath et al. [Hg.] 2014) und zur „Postmonolingual Condition“ (Yildiz 2012) zu analysieren. Wir werden uns unter anderem mit der Frage beschäftigen, wie sich mit Texten umgehen lässt, die in mehreren Sprachen zugleich veröffentlicht werden und sich daher als „born translated“ (Walkowitz 2015) bezeichnen lassen. Dabei steht immer die Frage im Mittelpunkt, wie sich ganz konkrete sorbisch-deutsche Texte zu den jeweiligen theoretischen und methodischen Positionen verhalten.

Zitierte Literatur: Bürger-Koftis, Michaela, Hannes Schweiger u. Sandra Vlasta (Hg.) 2010: Polyphonie - Mehrsprachigkeit und literarische Kreativität. Wien; Drath, Marie, Stefanie Heine, Tatjana Hofmann u. Reto Zöllner (Hg.) 2014: Mehrsprachigkeit/Polylinguisme/Polylinguism. In: Variations. Literaturzeitschrift der Universität Zürich 22. Zürich; Walkowitz, Rebecca L. 2015: Born Translated. The Contemporary Novel in an Age of World Literature. New York; Yildiz, Yasemin 2012: Beyond the Mother Tongue: The Postmonolingual Condition. New York.

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