Jahresexkursion Holland, Belgien und das Rheinland (Prof. Henrik Karge und Julia Walter, MA.)

TU Dresden | Sommersemester 2021 Jahresexkursion Holland, Belgien und das Rheinland (Prof. Henrik Karge und Julia Walter, MA.)

Jahresexkursion Holland, Belgien und das Rheinland (Prof. Henrik Karge und Julia Walter, MA.)

Zeitraum der Exkursion: 06.09. – 15.09.2021

Das Hauptziel der Jahresexkursion ist es, die Forschungsreise Karl Schnaases durch Holland und Belgien im Sommer 1830 nachzuvollziehen, die in seinem grundlegenden Frühwerk Niederländische Briefe (1834) dokumentiert ist. Im Vergleich mit den heutigen Reiseeindrücken soll untersucht werden, welche Gestalt die niederländischen Städte mit ihren Bauten, Bildwerken und musealen Sammlungen im Jahre 1830 hatten und wie der Autor auf dieser Grundlage sein umfassendes Konzept der Kunstgeschichte entwickeln konnte. Reiseweg: Delft – Den Haag mit Mauritshuis – Leiden (Abstecher nach Amsterdam) – Antwerpen mit Museum – Gent – Brügge – Tournai – Brüssel - Löwen – Lüttich – Köln. In den belgischen Städten erlebte Schnaase den Ausbruch der Revolution, die zur Loslösung Belgiens von den Niederlanden führte. Vergleichend sollen die Eindrücke Jacob Burckhardts von seiner Belgienreise von 1841 einbezogen werden, die er bereits mit der Eisenbahn durchführte. Einen besonderen Fokus bildet die Sicht auf die niederländische Malerei der frühen Neuzeit, von Van Eyck bis zu Rubens und den holländischen Landschafts- und Genremalern.

Ergänzend werden die bedeutendsten Bauten des Rheinlandes betrachtet, deren Analyse durch mehrere Kunsthistoriker entscheidend zur Ausformung des Systems mittelalterlicher Architekturstile beigetragen hat. Im Zentrum steht der Kölner Dom, dessen Vollendung ab 1842 parallel zur Entfaltung der Kunstgeschichte als Wissenschaft erfolgte. Hier werden die unterschiedlichen Nationenvorstellungen des 19. Jahrhunderts, in deren Nachfolge wir noch immer stehen, besonders anschaulich.

Falls der weitere Verlauf der Corona-Pandemie keine Reise ins Ausland erlauben sollte, kann als Plan B leicht eine alternative Exkursionsroute durch Deutschland entwickelt werden, die die Städte am Harz und Ziele in Süddeutschland einbeziehen würde.

Da die Exkursion des letzten Jahres wegen Corona ausfallen musste, ist die diesjährige Exkursion finanziell besonders gut ausgestattet. Einbezogen werden auch die Studierenden, die 2020 nicht an einer Exkursion teilnehmen konnten.

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