Überblicksvorlesung "Kunst der Moderne (20. Jahrhundert)"_Prof. Dr. Gilbert Lupfer

TU Dresden | Wintersemester 2021 / 2022 Überblicksvorlesung "Kunst der Moderne (20. Jahrhundert)"_Prof. Dr. Gilbert Lupfer

Überblicksvorlesung "Kunst der Moderne (20. Jahrhundert)"_Prof. Dr. Gilbert Lupfer

Die Vorlesung behandelt die Entwicklung dessen, was gemeinhin als Moderne Kunst oder Klassische Moderne bezeichnet wird, ausgehend von den Anfängen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, vom Impressionismus, bis zu den 1920er und frühen 1930er Jahren. Im Zentrum steht die Malerei als die Kunstgattung, die die Entwicklung zunächst prägte und vorantrieb. Daneben wird die Aufmerksamkeit aber auch der mit der Malerei zeitweise konkurrierenden Fotografie sowie der Grafik, der Plastik und transmedialen Kunstformen gelten.

Angesichts der Vielzahl von parallelen oder kurzfristig sich ablösenden Stilen, Strömungen und Moden verbietet sich eine detaillierte Gesamtbetrachtung. Stattdessen wird es um exemplarische Tendenzen, innovative Künstler:innen und Werke gehen, die dann in einem größeren Kontext verortet werden. Zu den paradigmatischen Werken gehören bspw. Claude Monets „Impression, Sonnenaufgang“, Paul Cézannes „Badende“, Auguste Rodins „Bürger von Calais“, Pablo Picassos „Desmoiselles d’Avignon“, Kasimir Malevich’s „Schwarzes Quadrat“, Marcel Duchamps „Fahrrad-Rad“ oder Meret Oppenheims „Pelztasse“.

Einige Leitthemen werden die Vorlesung durchziehen, so der Begriff der Moderne, das grundlegende Spannungsverhältnis zwischen Abstraktion und Figuration, die Entgrenzung des Kunstbegriffs, die Bezüge zwischen Ästhetik und Politik oder die in der Kunst gespiegelten Geschlechterverhältnisse. Die Bedeutung von - oftmals wenig bekannten - Künstlerinnen für die Entwicklung der modernen Kunst wird in den letzten Jahren neu bewertet, auch dies soll in der Vorlesung thematisiert werden.

Ziel der Vorlesung ist es, Basiswissen zu vermitteln, das zum Verständnis der heutigen, zeitgenössischen Kunst unverzichtbar ist und zur weiteren Diskussion über die Kanonbildung in der Kunstgeschichte anregen kann.

Ein Tutorium wird die Vorlesung begleiten.
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