Kunst im Austausch: Kontakte zwischen der ehemaligen DDR und Lateinamerika (Chile, Kuba, Brasilien)

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TU Dresden | Semester overlapping Kunst im Austausch: Kontakte zwischen der ehemaligen DDR und Lateinamerika (Chile, Kuba, Brasilien)

Kunst im Austausch: Kontakte zwischen der ehemaligen DDR und Lateinamerika (Chile, Kuba, Brasilien)

Präsenz-Blockseminar

13.01.2022; 17:00 - 19:00 Uhr (TUD)

14.01.2022; 10:00 - 17:00 Uhr (TUD/ Kupferstichkabinett Dresden)

28.01.2022; 10:00 - 16:00 Uhr (TUD)

29.01.2022; 10:00 - 18:00 Uhr (Cottbus, Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst)

 

Kommentar:

Eine sogenannte ‚Kunst der DDR‘ bezieht sich nicht bloß auf den festgelegten Raum und die historische Zeit der ehemaligen DDR, sondern steht mit zahlreichen anderen Orten und Räumen weltweit bis heute in Verbindung. Über den Ostblock hinaus, pflegte auch der globale Süden, nämlich die sozialistischen Länder Afrikas, Asiens und vor allem auch Lateinamerikas, einen engen Kontakt zur DDR und regte somit den künstlerischen Austausch an. Doch sind die daraus resultierenden künstlerischen Arbeiten in der Kunstgeschichtsschreibung bisher nur wenig erforscht, bzw. kaum in Ausstellungen gezeigt worden. Das umfassende Forschungsprojekt „Die globale DDR“ von Prof. Dr. Kerstin Schankweiler möchte hier ansetzen und neue Perspektiven in Hinblick auf ein visuelles, globales Netzwerk der Kunst erarbeiten. Aus diesem Grund veranstaltet die TU Dresden in Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) im Februar 2022 die Tagung „Die globale DDR. Eine transkulturelle Kunstgeschichte (1949-1990)“. Hier sollen insbesondere die transkulturellen Kontakte erforscht werden, die durch Künstler:innenreisen, durch wechselseitige Studienaufenthalte oder auch durch Ausstellungen ostdeutscher Kunst im Ausland wie auch außereuropäischer Kunst in der DDR geknüpft wurden. So verfügen u.a. die SKD über Sammlungsstücke, die aus dem Ausland oder von Künstler:innen, die nach Deutschland ausgewandert sind,  erworben wurden. Beispielsweise zogen die Künstler Hernando León, Guillermo Deisler und César Olhagaray von ihrem Heimatland Chile in die ehemalige DDR um und waren hier künstlerisch tätig. Aber auch mit Kuba gab es einen regen Austausch. Neben Lea Grundig, die einige Zeit vor Hernando León die Professur für Grafik an der HfBK Dresden innehatte, reiste auch der Dresdner Kunsthistoriker Christian Dittrich nach Havanna, um später das Depot des Kupferstichkabinetts mit einem reichen Schatz an kubanischer Graphik- und Druckkunst zu versorgen.

Im Block-Seminar wollen wir in Hinblick auf die anstehende Tagung künstlerische Arbeiten und Kontakte, die zwischen der ehemaligen DDR und den lateinamerikanischen Ländern entstanden sind, näher untersuchen. Um mit Originalen arbeiten zu können, werden wir das Kupferstichkabinett in Dresden und die Ausstellung „Rausch der Bilder. Die Sammlung Chagas Freitas – Kunst aus der DDR und ihre Reise nach Brasilien“ im Landesmuseum für moderne Kunst in Cottbus besuchen. Eine anschließende Teilnahme als Zuhörer:in an der Tagung (24.02.-26.02.2022) wird sehr begrüßt. 

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