Europa an ihrer Grenze

HTW Dresden | Semester overlapping Europa an ihrer Grenze

Europa an ihrer Grenze

Herzlich Willkommen zur Simulation Europa an ihrer Grenze.

Wir werden in 2 Teilen simulieren, wobei dem ersten Teil noch eine Vorbereitungsphase vorgeschaltet, ist um Daten zur aktuellen Lage zu recherchieren.

Treffen des Europäischen Rates, wie sie im Teil I dieser Simulation durchgespielt werden, haben in den vergangenen Jahren zum Teil monatlich stattgefunden. Dabei überschlugen sich die Ereignisse:

  • Aus den Ländern des Nahen Ostens kamen vor allem über die sogenannte „Balkan-Route“ immer mehr Menschen auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung und Hunger nach Europa. Zehntausende Flüchtlinge bestiegen, von Schlepperbanden organisiert, Boote in Nordafrika, um die europäische Küste zu erreichen. Die Balkan-Route ist mittlerweile geschlossen, auf dem Mittelmeer patrouillieren Rettungsboote, Grenzschutzorganisationen versuchen, die Menschen aus Europa fernzuhalten. Bislang aber sind alle Versuche einer wirkungsvollen und nachhaltigen Lösung des Problems gescheitert.
  • Das „Dublin-Verfahren“, das die Zuwanderung nach Europa regelt, brach zeitweise zusammen. Die Suche nach einem „gerechten Verteilungsschlüssel“, nach dem Flüchtlinge den Mitgliedsländern zugewiesen werden sollen, hält an. Eine europaweite feste Quote, die die Flüchtlingszahlen begrenzen soll, wurde nicht beschlossen, es gibt lediglich Pläne für eine Notfallumverteilung. Diese werden jedoch von einigen Mitgliedsstaaten in der Umsetzung blockiert. Stattdessen versucht man nun verstärkt, in den Herkunftsländern für Bedingungen zu sorgen, die die Flucht nach Europa kurzfristig regulieren und langfristig eindämmen sollen.

Europa ringt um Lösungen für ein brisantes und vielschichtiges Problem. Verschärft wird die Situation dadurch, dass Politiker/innen und Parteien, die scheinbar einfache Lösungen propagieren, einen enormen Zulauf genießen. Großbritannien hat nicht zuletzt wegen der Flüchtlingssituation beschlossen, die EU zu verlassen, und möchte eigene Wege gehen. Sogenannte „rechtspopulistische“ Politiker/innen in mehreren europäischen Ländern möchten diesem Beispiel folgen und schüren eine anti-europäische Stimmung. Und plötzlich zeichnet sich auch noch ein Paradigmenwechsel in der US-amerikanischen Außenpolitik ab: weg von transnationaler Zusammenarbeit, hin zu Protektionismus und der Betonung nationalstaatlicher Interessen. Kurz gesagt: Die Gemeinschaft der europäischen Staaten steht vor einer riesigen Herausforderung.

In Teil II hat eine Zuordnung stattgefunden und ein (kleines) Land muss nun entscheiden, wer von den drei Antragstellern aufgenommen wird.

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