Institut für Philosophie | Sommersemester 2022

Medizinethik

Die Corona-Pandemie hat medizinethische Fragen ins breite öffentliche Bewusstsein gerückt. Darf man Freiheiten aller einschränken, um damit die Gesundheit einiger besonders gefährdeter Menschen zu schützen? Sollten Menschen, die selbst für ihre Erkrankung verantwortlich sind, bei der Verteilung knapper Ressourcen benachteiligt werden? Darf man selbstbestimmt darüber entscheiden, welche medizinischen Maßnahmen am Lebensende noch durchgeführt werden sollen?

Dieses Seminar befasst sich mit solchen und anderen ausgewählten Fragen aus der Medizinethik. Ziel des Seminars ist es, zentrale Konzepte der Medizinethik zu verstehen, moralische Probleme zu erkennen und sich mit Rechtfertigungen für verschiedene Problemlösungsansätze auseinanderzusetzen. Im ersten Teil des Seminars beschäftigen wir uns mit den Begriffen Krankheit und Behinderung. Danach untersuchen wir moralische Probleme zu Beginn und zum Ende des Lebens sowie in der Arzt-Patienten-Beziehung. Schließlich wenden wir uns ethischen Fragen im Bereich des öffentlichen Gesundheitswesens zu, insbesondere den Fragen wie knappe Ressourcen auch in Pandemiezeiten gerecht verteilt werden können und in wieweit sich Grundrechtseinschränkungen einiger zum Schutz aller rechtfertigen lassen.



Ort: GER 0054/U

Zeit: montags, 09:20 - 10:50 (2. DS)

Dozierende: Dr. Lisa Hecht
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