Institut für Philosophie | Wintersemester 2022 / 2023

Krieg und Frieden

Kann es einen gerechten Krieg geben? Für viele mag die ukrainische Abwehr der russischen Invasion ein Paradebeispiel eines gerechten Krieges sein. Doch auch in einem scheinbar so offensichtlichen Fall bleiben bei genauerer Betrachtung viele normative Fragen strittig. Darf man einen Krieg selbst dann führen, wenn die Erfolgsaussichten gering sind und man damit riskiert unnütz das Leben von Zivilisten und Soldaten zu opfern? Mit welchen Mitteln darf man sich gegen die Invasoren verteidigen? Kann es jemals gerechtfertigt sein, Soldaten und auch Zivilisten zu töten, ob nun absichtlich oder aus Versehen?

Nach internationalem Recht und der Lehre vom gerechten Krieg ist ein Krieg nur dann rechtmäßig beziehungsweise gerecht, wenn er nicht aus einem unlauteren Grund begonnen wurde und die Kriegsparteien gewisse Bedingungen einhalten. In diesem Kurs werden wir uns mit der zeitgenössischen Ethik des Krieges beschäftigen. Nach einer Einführung in die Grundlagen der Kriegsethik, werden wir uns mit einigen der zentralen Bedingungen für einen gerechten Krieg auseinandersetzen. Auf dieser Grundlage aufbauend, schauen wir uns dann verschiedene Arten von Kriegen und andere Formen politischer Gewalt an. Wir diskutieren, ob Landesverteidigung und Kriege zur Sicherung der Existenzgrundlage, Revolutionen und Terrorismus jemals gerechtfertigt sein können. In den letzten beiden Seminaren diskutieren wir, ob die Möglichkeit eines gerechten Kriegs nicht grundsätzlich in Frage gestellt werden muss.


WICHTIG: Die Seminartexte werden auf Englisch sein. Bereitschaft zum Lesen englischer Texte ist eine Voraussetzung für die Seminarteilnahme.

 

Ort: HSZ A 153/U

Zeit: Di, 9:20-10:50 (2. DS)

Dozierende: Dr. Lisa Hecht

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