Professional Communication (Regular)
Die Frühe Neuzeit war eine Epoche, die von einer wahren Schwemme von Normen gekennzeichnet war. Sog. „Polizeiordnungen“ regelten viele Bereiche des täglichen Lebens, auch solche, die für uns heute eher fremd anmuten (etwa die Kleidung oder die Anzahl der Gäste bei Hochzeiten). Ein Blick in die Normen vermag deshalb viele Lebensbereiche für die Historiker zu erschließen. Zugleich stellen sich aber auch methodische Fragen: Wurden die Normen überhaupt umgesetzt, oder gab es nicht eine große Differenz zur alltäglichen Lebenspraxis? Gab es eine Diskrepanz zwischen den „geschriebenen“ und den „ungeschriebenen“ Normen? Wie kamen diese Normen überhaupt zustande? Und was passierte, wenn sie nicht beachtet bzw. gebrochen wurden? Welche Sanktionen hatte ein Normbrecher zu gewärtigen? Diese und viele andere Fragen sollen im Seminar angesprochen werden, das zugleich dazu dient, grundlegende Arbeitstechniken der Geschichtswissenschaft zu vertiefen.
Einführende Literatur: Andrea Iseli: Gute Policey. Öffentliche Ordnung in der Frühen Neuzeit, Stuttgart 2009; Gerd Schwerhoff: Historische Kriminalitätsforschung, Frankfurt/M. 2011
Birgit Emich: Geschichte der Frühen Neuzeit studieren, 2. vollst. überarb. Auflage München 2019
Inhalt. Die Frage, was wir wissen können, ist eine zentrale Frage der Philosophie. Skeptische Positionen zeichnen sich dadurch aus, dass dem menschlichen Wissen enge Grenzen gesteckt werden. Damit stellen sie eine große Herausforderung für erkenntnistheoretische Positionen dar, die zumindest einen Großteil unserer alltäglicher Überzeugungen als Wissen ausweisen möchten. Dabei sind skeptische Argumente nicht nur theoretisch interessant. Eine Auseinandersetzung mit skeptischen Argumenten kann auch helfen, gesellschaftliche Phänomene wie etwa Verschwörungstheorien besser zu verstehen.
Im Anschluss an Descartes werden wir in diesem Seminar eine Reihe von klassischen Texten zur Skeptizismus-Debatte studieren, aber auch einen Blick auf gesellschaftliche Anwendungen werfen.
Anforderungen:
- Regelmäßige, aktive Teilnahme; Bereitschaft zur Lektüre englischsprachiger Texte; erfolgreicher Abschluss der Einführung in die Logik.
- Bereitschaft, digitale Lehr- und Lernformate zu nutzen und Beachtung einer digitalen Etikette (dies beinhaltet insbesondere, Video-basierte Seminarsitzungen via zoom mit eingeschalteter Kamera auf allen Seiten; Details weiter unten).
- Details zu Prüfungsleistungen finden Sie im Ordner „Prüfungsleistungen“ weiter unten. Weitere Prüfungsleistungen nach Absprache.
- Sie können sich bereits jetzt unten für ein Referat anmelden.