SITUIERUNG ZWISCHEN: STANDPUNKTE IN BEWEGUNG

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TU Dresden | Semester overlapping SITUIERUNG ZWISCHEN: STANDPUNKTE IN BEWEGUNG

ÄSTHETISCH-DIDAKTISCHES LABOR

>> Vorbereitung zum 11. April 2024

1. Setze dich 5 min zwischen zwei Stühle. Wie fühlt sich das an? Notiere 3 Begriffe und bring sie mit. Was haben sie mit deiner Praxis als Lehrperson, Künstler*in und Kunstvermittler*in zu tun? 

2. Lese den Text von Donna Haraway "Wir sind immer mitten drin". Was hat der Text mit deinen drei Begriffen zu tun?

>> Ziel

Ziel des Seminars wird es sein, ein Bewusstsein für die eigene künstlerisch-edukative Position zu entwickeln. 
In Kleingruppen werden Möglichkeiten und Praktiken künstlerisch-edukativer Zwischenräume erforscht und experimentiert. Welche Form(en) kollektiver Praxis werden sichtbar?

Der Fokus dieses Seminars liegt auf dem Rollenverständnis, das du als angehende Lehrer*in, Künstler*in und Kunstvermittler*in mitbringst. Welche Zwischenräume werden ausgehend von diesen Rollen in deiner Praxis produziert? Was macht sie aus? Und wo entstehen beispielsweise Reibungspunkte und Herausforderungen in der Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteur*innen? Welche Möglichkeiten und Praktiken eröffnen diese Herausforderungen und Widersprüche zudem, um eine kollektive Praxis im Ausstellungsraum zu experimentieren?

Ausgehend von deinen Erfahrungen, Themen und Fragestellungen erforschen wir diese Zwischenräume. Verstehst du dich als Lehrer*in, als Künstler*in, als künstlerisch Forschende oder bist du alles in einem und noch viel mehr? Wie verändert sich dein Rollenverständnis, wenn du in einer Schule, in einem Museum oder im öffentlichen Raum agierst? Entlang eines Interviews mit Donna Haraway werden erste Bezüge zu deinen persönlichen Erfahrungen und Fragestellungen identifiziert und in Beziehung zu aktuellen Diskursen und Themenfeldern einer kritischen Kunstvermittlung erforscht. Wir sprechen mit Isabell Baldermann – Wissenschaftliche Assistentin für Bildung & Vermittlung am Archiv der Avantgarden der SKD – über ihre Praxis als Kunstvermittlerin und Dozentin (25. April, 13–16:00 Uhr) und besuchen das Archiv der Avantgarde (16. Mai, 12–17:00 Uhr). Wie entsteht davon ausgehend und im Zwischenraum unterschiedlicher Standpunkte eine kollektive Praxis, mit der Vielstimmigkeit verhandelbar wird?

>> sich etwas zeigen
Am 11. Juli, 9:30–18:00 Uhr zeigen wir uns die (Forschungs-)Prozesse im ADA und entwickeln dafür gemeinsam eine Form. Isabell Baldermann wird den Prozess als Critical Friend begleiten.

>> weiter forschen
Es besteht die Möglichkeit die künstlerisch-edukative Forschung fortzusetzen und im Rahmen von situierungzwischen.net zu publizieren. 

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In Kooperation mit Isabell Baldermann – Wissenschaftliche Assistentin für Bildung & Vermittlung am Archiv der Avantgarden der SKD 

Das Seminar findet Donnerstag statt. Es gibt einige Unregelmäßigkeiten:

Donnerstag, 25.4. / 13:00-16:20 (Gespräch mit Isabell Baldermann)

Donnerstag, 2.5. / FÄLLT AUS

Donnerstag, 9.5. / HIMMELFAHRT

Donnerstag, 16.5. / 12:00-17:00 (Exkursion: AdA)

Donnerstag, 6.6. / FÄLLT AUS

Donnerstag, 4.7. FÄLLT AUS

Donnerstag, 11.7. / 9:30-18:00 (ADA - Abschluss: sich gegenseitig etwas zeigen)

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Literatur

Garcés, Marina (2022): Mit den Augen der Lernenden, Wien, Berlin: Turia + Kant, S. 185–215

Haraway, Donna (1995): „Wir sind immer mittendrin“. Ein Interview mit Donna Haraway, in: Die Neuerfindung der Natur. Primaten, Cyborgs und Frauen, Frankfurt am Main/ New York: Campus, S. 98–122.

Haraway, Donna (1995): Situiertes Wissen. Die Wissenschaftsfrage im Feminismus und das Privileg einer partialen Perspektive, in: Die Neuerfindung der Natur. Primaten, Cyborgs und Frauen, Frankfurt am Main/ New York: Campus, S. 73–97.

 

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