WIE WOLLEN WIR LERNEN? ZUSAMMENLEBEN UNTERSCHIEDLICHER LEBENSFORMEN IM KONTEXT SCHULE

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TU Dresden | Semester overlapping WIE WOLLEN WIR LERNEN? ZUSAMMENLEBEN UNTERSCHIEDLICHER LEBENSFORMEN IM KONTEXT SCHULE

ZEITGENÖSSISCHE MODELLE ÄSTHETISCHER BILDUNG

>> Vorbereitung für den 09. April 2024

1. Bitte lese Donna Haraways 1. Kapitel "Fadenspiele und Art-GenossInnen" aus dem Buch "Unruhig bleiben". Orientiere dich an folgenden Fragen: Was ist mir aufgefallen? Was hat mich interessiert? Was hat mich irritiert? Wo sehe ich Verbindungen zum Seminarthema?

2. Bitte bringe ein Buch mit, das dich besonders beeindruckt und nachhaltig bewegt hat. Such dir einen Satz aus dem Buch heraus, den du mit dem Seminarthema “Wie wollen wir lernen? Zusammenleben unterschiedlicher Lebensformen” verbindest.

>> Ziel
Ziel des Seminars wird sein, Formen eines kollektiven Miteinanders entlang künstlerischer Vorgehensweisen und in Kleingruppen zu experimentieren und Gegen-Begegnungen im Sinne einer interventiven Gegenseitigkeit zu erforschen. 

Wie kann eine kollektive Praxis im Kontext Schule aussehen? Welche Möglichkeiten ergeben sich aus der Verflechtung unterschiedlicher Perspektiven und Lebensformen in diesem spezifischen gesellschaftlichen Raum? Donna Haraway spricht davon, sich verwandt zu machen (Haraway 2018) und relationales Denken in den Mittelpunkt zu stellen, um bestehende Wahrnehmungskonventionen zu stören und mit spekulativen Fabulationen zu experimentieren. Marina Garcés denkt über ein „Bündnis der Lernenden“ nach, um eine Zukunft zu denken, die es noch nicht gibt (Garcés 2022). Und Josephine Apraku befragt das Klassenzimmer als un_möglichen Ort: Obwohl der Lernort Schule kein Ort des visionären Lernens für sie ist, hebt sie hervor, dass darin stattfindende Interventionen dringend notwendig sind. Welcher Art? 

Wir werden uns im kommenden Semester mit den Voraussetzungen kollektiver Praxen und Interventionen beschäftigen und der Frage nach Reziprozität in Bildungsprozessen nachgehen. 

Die Berliner Kulturagentin Annika Niemann wird dazu einige Beispiele aus ihrer künstlerisch-edukativen Praxis im Rahmen eines ganztägigen Workshops vorstellen (30.4., 9:20-15:00 Uhr). Wie sehen die spezifischen Rahmenbedingungen kollektiver und spekulativer Praxen aus? Welche Herausforderungen zeigen sich in der Zusammenarbeit? Und wie wird Widersprüchen und Irritationen gemeinsam begegnet? 

>> sich etwas zeigen
Am 9.7. zwischen 9:20-17:30 Uhr werden wir die Prozesse miteinander teilen und reflektieren. Welche kollektiven Formen der Gegen-Begegnung und des spekulativen Aushandelns sind entstanden? Annika Niemann wird uns dabei als Critical Friend begleiten. 

Das Seminar findet Dienstag statt. Es gibt einige Unregelmäßigkeiten:

Dienstag, 30.4. / 9:20-15:00 (Vortrag und Workshop mit Annika Niemann)

Dienstag, 4.6. FÄLLT AUS (Exkursion Venedig)

Dienstag, 2.7. FÄLLT AUS

Dienstag, 9.7. / 9:20-17:30 (Abschluss: gemeinsame (Aushandlungs-)Räume erproben, Gästin: Annika Niemann)

Dienstag, 16.7. FÄLLT AUS

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Literatur

Apraku, Josephine/Kazeem-Kaminski, Belinda/Mesquita, Sunanda (2021): Das un_mögliche Klassenzimmer – Notes to ourselfes, in: Diallo, Aïcha/Niemann, Annika/Shabafrouz, Miriam (Hg.), Untie to tie. Koloniale Fragmente im Kontext Schule, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung, S. 58­–63.

Garcés, Marina (2022): Mit den Augen der Lernenden, Wien, Berlin: Turia + Kant, S. 167–183.

Haraway, Donna (2018): Unruhig bleiben. Die Verwandtschaft der Arten im Chthuluzän, Frankfurt/New York: Campus, S. 19–45.

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