Exkursionsseminar: Rembrandt
Die Berliner Gemäldegalerie besitzt 22 Bilder Rembrandt van Rijns und damit eine der weltweit größten Sammlungen von Arbeiten des Holländers. In Vorbereitung auf die Jahresexkursion 2025, die nach Berlin führen wird, widmet sich das Seminar seinen Hauptwerken. Neben dem malerischen Werk sollen vor allem die Radierungen Rembrandts Berücksichtigung finden und seine implizite Kunsttheorie, Aspekte der Bildtheorie und der Religion erörtert werden.
Einen weiteren Schwerpunkt des Seminars bildet die Rembrandt-Rezeption im 19. und 20. Jahrhundert. Neben Max Liebermann und Lovis Corinth bezogen sich weitere Vertreter der Berliner Secession dezidiert auf seine Kunst. Im Nationalsozialismus wurde der aus Leiden stammende Maler indes zum Erfüllungsgehilfen nationaler und völkischer Theorien gemacht, indem man ihn zum nordischen Ausnahmegenie umdeutete.
Das Seminar dient der Vorbereitung der Jahresexkursion, die voraussichtlich Ende August stattfinden wird. Die zu erbringenden Leistungen bestehen aus einem Referat im Seminar und einem weiteren während der Exkursion sowie aus einer Seminararbeit und einem Beitrag zum Exkursionsreader.
Literatur zur Vorbereitung
- Jürgen Müller: Der sokratische Künstler. Studien zu Rembrandts Nachtwache, Leiden 2015.
- Jürgen Müller: Liebermann und Rembrandt. Eine Skizze, in: ders./Bärbel Hedinger/Michael Diers (Hg.): Max Liebermann – Die Kunstsammlung. Von Rembrandt bis Manet, München 2013, S. 65–72.