Rechtsphilosophie SoSe 2026

TU Dresden | Sommersemester 2026 Rechtsphilosophie SoSe 2026

Lehrende: Dr. Sabrina Zucca-Soest

Zeit: Di, 13:00-14:30 Uhr

Raum: HSZ/04/H

Die Vorlesung führt in zentrale Fragen und Traditionen der Rechtsphilosophie ein und verfolgt deren Entwicklung von der Antike bis zu aktuellen rechtskritischen Ansätzen. Ausgehend von Platon, Aristoteles und der römischen Naturrechtslehre wird untersucht, wie Recht, Gerechtigkeit und politische Ordnung in den klassischen Grundlagen des europäischen Denkens konzipiert wurden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem deutschen Idealismus, insbesondere bei Kant und Hegel, die Recht als Ausdruck von Freiheit, Vernunft und staatlicher Ordnung begreifen. Grundbegriffe wie Autonomie, Moralität und Rechtsstaatlichkeit werden dabei philosophisch vertieft.

Ergänzend behandelt die Vorlesung die Diskurstheorie des Rechts bei Jürgen Habermas, der Recht als Ergebnis demokratischer Verständigungsprozesse versteht und die Legitimität rechtlicher Normen an die kommunikative Rationalität bindet.

Abschließend wendet sich die Vorlesung modernen Formen der Rechtskritik zu, darunter feministische Rechtswissenschaften und kritische Rechtstheorien, die die vermeintliche Neutralität des Rechts in Frage stellen und seine Rolle bei der Reproduktion von Macht- und Ungleichheitsverhältnissen analysieren. Ziel der Vorlesung ist es, Recht sowohl als philosophisches Problem als auch als historisch und politisch umkämpfte Praxis zu verstehen.

 

Es werden Tutorien zur Begleitung der Vorlesung zu folgenden Terminen angeboten:

Tutorium I, Montag (3) 11.10-12.40 Uhr, BZW/A153
Tutorium II, Dienstag (3) 11.10-12.40 Uhr, BZW/A153
Tutorium III, Mittwoch (2) 9.20-10.50 Uhr, BZW/A253
Tutorium IV, Freitag (3) 11.10-12.40 Uhr, BZW/A153

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