Medien und Überwachung
Überwachung prägt gegenwärtige Gesellschaften in vielfältiger und oftmals unsichtbarer Weise. Das Seminar untersucht historische Entwicklungen, theoretische Grundlagen sowie Ausprägungen von Überwachung in unterschiedlichen Medien, Technologien und Kontexten. Ausgehend von theoretischen Überlegungen zu Überwachung und Ihrer Verschränkung mit Konzepten von Sicherheit, Risiko und Krise untersuchen wir konkrete Felder und Infrastrukturen der Überwachung, darunter Grenzen, Polizei, Algorithmen, Plattformen und Arbeit. Anhand dieser Beispiele diskutieren wir grundlegende Fragen der Überwachungsforschung: ihre kolonialen Genealogien, rassistische und geschlechtsspezifische Machtverhältnisse sowie ihre fortschreitende gesellschaftliche Ausweitung. Darüber hinaus führt das Seminar in unterschiedliche Formen von Überwachungsmedien ein, beispielsweise dokumentarische, biometrische, visuelle, akustische und datenbasierte Formen der Überwachung. Die Analyse verbindet alltägliche Erfahrungen mit Überwachungstechnologien mit den Ideologien des Kapitalismus, Kolonialismus und staatlicher Macht. Außerdem werden Strategien des Widerstands und alternative Konzepte diskutiert, die auf eine gerechtere Gesellschaft anstreben
Das Seminar findet als Blockseminar statt und umfasst neben gemeinsamer theoretischer sowie empirischer Lektüre aus den Feldern der Medienwissenschaft, Surveillance Studies, Science and Technology Studies, Critical Race Studies und Queer and Feminist Studies praxisbasierte Aktivitäten, durch die wir Sicherheitspolitiken in der Stadt sowie im virtuellen Raum erkunden. Die Prüfungsleistung beinhaltet eine kurze Präsentation und Diskussionsleitung eines Lektüretextes, sowie die Abgabe einer Hausarbeit bzw. einer praxisbasierten Arbeit.
Termine: alle in OSL – Open Science Lab 3
8.5. 11-14:30
21.5. 11-16:30
22.5. 11-16:30
11.6. 11-16:30
12.6. 11-16:30