Lügendichtung, Unsinnsdichtung, Nonsense-Literatur (Medien- und Kulturgeschichte)

TU Chemnitz | Sommersemester 2026 Lügendichtung, Unsinnsdichtung, Nonsense-Literatur (Medien- und Kulturgeschichte)

"Dunkel war’s, der Mond schien helle …“ – so beginnt ein ‚Klassiker‘ der modernen Unsinnsdichtung, und ja: wir können das Unsinnsdichtung nennen. Allerdings existieren solche Gedichte, die auf der Basis von „Adynata“ funktionieren, schon seit über 800 Jahren. Was heute als „Unsinn“ vor allem zur Anregung kindlicher Phantasie auf den Buchmarkt spült, war nicht immer so liebevoll-zweckfrei. Als „Lügendichtung“ hatten die Texte, die von einer verkehrten, ja unmöglichen Welt berichten durchaus utopisches, mithin gesellschaftspolitisches Potential. Die Veranstaltung führt ein in die lange Geschichte dieser Dichtung, ihre Formen und ihre Funktionen. Und wir diskutieren den Weg dieser Dichtung in Kinderzimmer und Schule anhand nagelneuer Bücher zur Sache.  

Wer schon jetzt ein Erinnerungsstück daran erwerben will, greife nach dem Reclam-Heft: Von achtzehn Wachteln und dem Finkenritter. Deutsche Unsinnsdichtung des Mittelalters, hg. von Horst Brunner, Stuttgart 2014.

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