Sensorische Sprache im Kontrast: Französisch und Deutsch
Beginn: 12. Oktober 2026 (7 Termine: werden auf OPAL angekündigt)
Unterrichtssprachen sind Deutsch und Französisch.
Beschreibung: Das Seminar untersucht die Schnittstelle zwischen sensorischer Wahrnehmung und sprachlichem Ausdruck und geht der Frage nach, wie Sinneseindrücke – Sehen, Hören, Tasten, Riechen und Schmecken – im Französischen und Deutschen sprachlich erfasst werden. Im ersten Teil des Seminars werden der theoretische und methodologische Rahmen sowie zentrale Prinzipien der kontrastiven Linguistik vorgestellt. Dabei stehen insbesondere grundlegende grammatische Unterschiede zwischen dem Französischen und Deutschen auf syntaktischer und morphologischer Ebene im Mittelpunkt. Anschließend widmen wir uns den sprachlichen und rhetorischen Strategien, mit denen sensorische Erfahrungen in beiden Sprachen ausgedrückt werden. Untersucht werden unter anderem lexikalische und syntaktische Mittel sowie Metaphern, Vergleiche und Synästhesien. Die Analysen basieren auf Daten aus den Sprachkorpora frTenTen23 und deTenTen20 sowie auf Patrick Süskinds Roman Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders (1985) und dessen französischer Übersetzung Le Parfum. Histoire d’un meurtrier (1986).
Zielgruppe: Das Seminar richtet sich an alle Studierenden der Romanistik, des EuroS-Masters und der Lehramtsstudiengänge mit Kenntnissen der italienischen Sprache. Spezifische Bedürfnisse und Niveau-Unterschiede werden durch die Struktur des Seminars berücksichtigt. (ab 3. Jahr B.A./LA + M.A.); EuroS Tracks: Sprachtheorie und Sprachenvielfalt; EuroS Schwerpunkte:
Sprachgeschichte, sprachl. Räume und Systeme, kommunikatives Handeln
Prüfungsleistung: Mündliche und/oder schriftliche Beiträge, Portofolio
Literaturempfehlung: Süskind, Patrick, Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders. Diogenes, Zürich (1985, Originalausgabe); Le Parfum. Histoire d'un meurtrier (1986). Übersetzung von Bernard Lortholary. Fayard, Paris.