Umweltringvorlesung: Agrarwende

TU Dresden | Sommersemester 2015

Umweltringvorlesung: Agrarwende

Agrarwende durch Politik und Zivilgesellschaft - Wie stärken wir eine regionale, bäuerliche und ökologische Lebensmittelproduktion?

Kaum jemand dürfte eigentlich noch in Frage stellen, dass wir neben einer Energiewende auch eine sozial-ökologische Agrarwende brauchen. Zu hoch sind die Schäden der konventionellen Landwirtschaft für Umwelt,
Tier und Mensch. Die Nahrungsmittelproduktion wurde in den letzten Jahrzehnten hochgradig industriell, traditionelle Bauernhöfe sterben aus. Auf den Feldern landen
immer mehr giftige Pestizide und künstliche Düngemittel. Das Artensterben nimmt zu. All das zahlen wir mit unseren Steuergeldern. Was können wir dagegen tun?

Die Vortragsreihe gibt einen Überblick über die verschiedenen Formen der umweltschonenden und tierfreundlicheren Lebensmittelproduktion sowie ihrer jeweiligen Bedeutung. Welche Vorteile hat ökologische oder
solidarische Landwirtschaft? Wie funktionieren geschlossene Kreisläufe auf Höfen und wie klappt das auch in der veganen Landwirtschaft? Wie viele Bauernhöfe gibt es überhaupt noch? Inwiefern ist eine regionale Selbstversorgung, z.B, in Sachsen, möglich? Müssten wir komplett auf Fleisch verzichten, um Platz zu sparen und nicht mehr große Mengen an Fläche im globalen Süden für unseren Futtermittelanbau auszunutzen? Was genau sind und bringen Gemeinschaftsgärten, Waldgärten, Permakultur und Transition Initiativen?

Die Referent*innen legen einen Schwerpunkt auf die politische und gesellschaftliche Ebene. Welche Umweltschutz-Gesetze im Bereich Lebensmittelproduktion gibt es schon oder sollte es geben? Welche waren bisher erfolgreich oder erfolglos? Warum und was wird von wem
subventioniert? Was hindert konventionelle Höfe auf „bio“ umzustellen? Wie können vor allem regionale Gärtner*innen, Bauern und Bäuerinnen gefördert werden? Welche Partei steht für welche Art von Agrarpolitik? Inwiefern nehmen wir mit unserem kritischen Konsum als Zivilgesellschaft auch ohne Politik Einfluss?

Im Anschluss an den Vorträgen gibt es immer Zeit für Fragen, Kommentare und Diskussion. Am Ende des Semesters finden praktische Termine im Tuuwi-Garten statt.

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