Außerschulisches Lernen in der Lernlandschaft Dresden (SS 23)

TU Dresden | semesterübergreifend Außerschulisches Lernen in der Lernlandschaft Dresden (SS 23)

Zentrales und umfassendes Ziel der Allgemeinbildung ist das ganzheitliche Lernen mit dem Ziel der Befähigung zu Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Solidarität (Klafki, 2007). Dahinter verbirgt sich die Auseinandersetzung mit authentischen Lerngegenständen unserer unmittelbaren Lebenswelt. Schule wird diesem Ziel durch natürliche räumliche Grenzen und stark gefächerten Unterricht nur bedingt gerecht. Doch schon Reformpädagog:innen stellten diesen Schwierigkeiten einen vielversprechenden Ansatz entgegen: außerschulisches, fächerübergreifendes Lernen.

Ziel des Seminars ist die Erarbeitung fächerübergreifender Unterrichtskonzepte für die Fächer Geografie und Chemie unter Fokussierung von Themen nachhaltiger Entwicklung im Rahmen von socio-scientific-issues. Die Ergebnisse sollen externen Einrichtungen zugänglich gemacht werden, um die Verschränkung von Hochschule, Schule und Lernort nachhaltig zu unterstützen.

Eine Einbindung außerschulischer Lernorte in den Schulalltag und die Konzeption fächerübergreifenden Unterrichts im Rahmen von Geografie und Chemie wird von Lehrkräften immer noch als problematisch empfunden – sei es das gezielte Finden und Erschließen außerschulischer Lernorte oder die zielführende Einbindung fachlicher und überfachlicher Themen in unterrichtliche Zusammenhänge.

An diesen Herausforderungen setzt das Seminar unter dem Schwerpunkt „fächerübergreifendes, außerschulisches Lernen verstehen und ermöglichen“ als kompetenzorientiertes Lernziel an. Gemeinsam mit Studierenden der Lehramtsstudiengänge Oberschule und Gymnasium der Fächer Geografie und/oder Chemie sowie berufsbildenden Schulen der Fachrichtung Labor- und Prozesstechnik wird u.a. der Lernort ‚Klärwerk Kaditz‘ in Dresden in den Blick genommen.

Ausgehend vom pädagogischen Ansatz des Forschungsprojektes TUD-Sylber TP8: „Außerschulisches Lernen in der Lernlandschaft Sachsen“ zur pädagogischen Erschließung außerschulischer Lernorte werden theoretische Grundlagen zum fächerübergreifenden, außerschulischen und problemorientierten Lernen sowie ‚Bildung für nachhaltige Entwicklung‘ vermittelt. Die theoretischen Ansätze werden in zwei Exkursion angewendet und münden in der Planung eines integrierten Unterrichtskonzeptes für einen selbstgewählten Lernort.

Das Seminar findet semesterbegleitend am Dienstag in der 3.DS ab dem 11.04.2023 im Raum WEB/127 statt und wird um zwei Exkursionstermine ergänzt. Dabei wird am 23.05.2023 das Klärwerk in Kaditz mit Lernlabor besichtigt. Ein weiterer Lernort soll in selbstständiger Organisation besucht werden. Prüfen Sie unbedingt vor Einschreibung, ob Sie am 23.05. von 11:00 bis ca. 13:30 Uhr an der Besichtigung teilnehmen können!

Die Einschreibung erfolgt über Opal: https://bildungsportal.sachsen.de/opal/auth/RepositoryEntry/37523456003/CourseNode/1667446089969195006

Für die erfolgreiche Teilnahme am Seminar wird die regelmäßige Teilnahme an den Arbeitssitzungen an der TU Dresden und die verbindliche Teilnahme am Exkursionstermin erwartet. Die Seminarleistung ist ein Portfolio der im Seminar erarbeiteten Materialien im Rahmen eines Unterrichtskonzeptes.

Zielgruppe sind Studierende mit bestehenden Grundkenntnissen in allgemeiner Erziehungswissenschaft, Fachdidaktik und Lernpsychologie.

Das Seminar ist anrechenbar im Ergänzungsbereich (4LP) für Studierende des Lehramts Oberschule und Gymnasium der Fächer Geografie und/oder Chemie sowie für berufsbildende Schulen in der Fachrichtung Labor- und Prozesstechnik:

  • EGS-SEMS-2 und EGS-SEMS-3
  • EGS-SEGY-2 und EGS-SEGY-3
  • EGS-SEBS-2 und EGS-SEBS-3

Das Seminar wird im Rahmen von „TUD-Sylber – Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ durchgeführt.

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