Sprachkontrolle
Willkommen auf der Opal-Seite zum Kurs: Sprachkontrolle.
Sie sind beim Ausfüllen eines Formulars brachial gescheitert? Kann es sein, dass Sie einige Formulierungen nicht so recht verstanden haben? Oder fragen wir anders: Wie schafft man es, einen Text verständlich genug zu machen? Bei anderen soll es sogar so geheim zugehen, dass sie sich einen Code ausdenken, damit Uneingeweihte gar nichts verstehen und außen vor bleiben. Wieder andere wollen die Sprache so genau normieren, dass alle Zweifel ausgeschlossen sind und niemand mehr Unsicherheiten im Sprachgebrauch hat. Alles unter Kontrolle? Was macht das mit der Sprache? Kann man, ja darf man eine ganz korrekte Sprache fordern? Wo beginnt da die Kontrolle, wo hört sie auf? Gehört Präskription auch zur linguistischen Expertise? Vielleicht haben Sie da Ihre eigenen Pläne. Vielleicht haben Sie auch noch gar nicht darüber nachgedacht. Darüber sollten wir reden.
Zeit: Mi, 2.DS
Ort: ABS/206
Einführende Literatur:
- Ammon, U./Dittmar, N./Mattheier (Hrsg.) (2004): Handbuch der Sprach- und Kommunikationswissenschaft, Bd. 3.1, 2. Auflage. Berlin; New York: de Gruyter; dort: Basics II, Kap. 17, „Sprachnorm“ sowie III, Kap. 48 „Norm“.
- Christmann, U./Norbert Groeben (2019): Verständlichkeit: die psychologische Perspektive. In: Christmann/Groeben in Maaß, Christiane/Isabel Rink (Hg.) (2019): Handbuch Barrierefreie Kommunikation. Berlin: Frank & Timme, S. 123 – 145.
- Goffman, Erving (2009): Interaktion im öffentlichen Raum. Frankfurt/M.: Campus (original: Behavior in Public Places. Free Press 1985).
- Heinemann, Margot/Wolfgang Heinemann (2002): Grundlagen der Textlinguistik. Interaktion – Text – Diskurs. Tübingen: Niemeyer (Reihe Germanistische Linguistik : Band 230. Kollegbuch).