WiSe 2026/27, Seminar, Dr. Benz: Umgang mit Kulturgut - Chancen und Grenzen öffentlicher Zugänglichk
Im Zentrum der Veranstaltung steht die Frage des Umgangs mit technikhistorischen Sammlungsobjekten. Neben allgemeinen theoretischen Überlegungen wird sich mit der praktischen Frage auseinandergesetzt, inwiefern hier unter Berücksichtigung der räumlichen, finanziellen und personellen Kapazitäten kulturgutbewahrende Einrichtungen auch Kompromisse eingehen müssen. In der Vorlesung werden insbesondere die wichtigsten Einflussfaktoren behandelt, die dem primären Ziel, den Erhalt von Kulturgütern zu gewährleisten, entgegenstehen, beispielsweise klimatische Bedingungen, Schadstoffe und Schädlingsbefall.
Im anschließenden Seminarteil wird sich in diesem Semester dann schwerpunktmäßig mit der Frage beschäftigt, wie weit Sammlungsobjekte öffentlich zugänglich gemacht werden müssen bzw. dürfen. Hierbei gilt es zwischen verschiedenen Faktoren abzuwägen, etwa zwischen der Verpflichtung zu Transparenz auf der einen und Objektschutz auf der anderen Seite. Außerdem ist zwischen musealen und wissenschaftlichen Sammlungen zu differenzieren. Anhand verschiedener Bestände der Kustodie arbeiten die Studierenden heraus, inwiefern die prinzipiell wünschenswerte öffentliche Nutzung etwa für eigene Ausstellungen oder musealen Leihverkehr auch konservatorisch zu verantworten ist.