Slavische Emigrations- und Exilliteraturen

TU Dresden | Sommersemester 2026 Slavische Emigrations- und Exilliteraturen

Die Übung bietet einen Überblick über das Phänomen der slavischen Emigrations- und Exilliteratur, das einige der bekanntesten und einflussreichsten Werke u.a. der polnischen, russischen und tschechischen Literatur hervorgebracht hat. Unter Einbeziehung historischer und politischer Hintergründe analysieren wir Texte exemplarisch ausgewählter Autor:innen und vergleichen sie sowohl synchron (Werke derselben Zeit aus verschiedenen Ländern) als auch diachron (Werke verschiedener Epochen). Dabei nehmen wir Themen, Motive, Schreibstile sowie politische, kulturelle und ästhetische Selbstpositionierungen in den Blick. Auch Aspekte wie Publikationsbedingungen, die Rezeption innerhalb und außerhalb des Herkunftslands sowie Sprachwahl und Mehrsprachigkeit werden einbezogen. Schwerpunkte der Übung sind die böhmische protestantische Emigration nach der Schlacht am Weißen Berg 1620, die „Großen Emigration“ aus Polen nach dem Scheitern des Novemberaufstands 1831, Flucht und Exil im Kontext des Zweiten Weltkriegs, das politische Exil der Ära des Kommunismus, sowie zeitgenössische Emigration und Exil aus der Ukraine, Belarus und Russland. Mögliche Autor:innen – die finale Auswahl wird in Absprache mit den Teilnehmenden getroffen – sind z.B. Jan Amos Komenský, Adam Mickiewicz (der Teil III seiner Dziady (Die Totenfeier, 1832) in Dresden verfasste), Narcyza Żmichowska, Cyprian Kamil Norwid, Witold Gombrowicz, Julian Tuwim, Gustaw Herling-Grudziński, Czesław Miłosz, Henryk Grynberg, Josef Škvorecký, Iosif Brodskij, Aleksandr Solženitsyn, Milan Kundera, Pavel Kohout, Libuše Moníková, Kateryna Mishchenko oder Volha Hapeeva.

Grundkenntnisse des Polnischen, Russischen und/oder Tschechischen sind wünschenswert, aber keine Teilnahmevoraussetzung, da auf Wunsch parallel zum Originaltext mit Übersetzungen gearbeitet werden kann.

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