Sorbische, polnische und tschechische Kurzprosa im 20. Jh.

TU Dresden | semesterübergreifend Sorbische, polnische und tschechische Kurzprosa im 20. Jh.

Das „kurze“ 20. Jahrhundert bringt für die westslavischen Literaturen teils die Vollendung kultureller und politischer Prozesse aus dem „langen“ 19. Jahrhundert. Polen gewinnt seine Staatlichkeit zurück, die Tschechoslowakei wird erstmals gegründet, während die Sorben sich in der Weimarer Republik als Minderheit zu organisieren versuchen. Alle trifft die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs; alle geraten nach 1945 in die sowjetische Einflusssphäre und damit unter das Diktat sozialistischer Literaturkonzeptionen. Ab den 1980er Jahren kündigt sich in allen drei Literaturen der Schritt in die Postmoderne an, der nach der Wende in unterschiedliche Richtungen führt. Im Kurs werden ausgewählte Texte (Kurzprosa) der sorbischen, polnischen und tschechischen Literatur vorgestellt und behandelt. Im Vordergrund steht dabei deren Analyse vor dem jeweiligen kulturhistorischen Hintergrund. Lesekenntnisse in den drei genannten Sprachen sind von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich.

 

Literatur:

Czapliński, Przemysław; Thaidigsmann, Karoline: Geschichte der polnischen Gegenwartsliteratur 1976-2020. Heidelberg 2025.

Holý, Jiří: Geschichte der tschechischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Wien 2003.

Schamschula, Walter: Geschichte der tschechischen Literatur. Bd. 3: Von der Gründung der Republik bis zur Gegenwart. Köln, Weimar, Wien 2004.

Schön, Franz; Scholze, Dietrich (Hg.): Sorbisches Kulturlexikon. Bautzen 2014.

Trojanowska, Barbara; Niżyńska, Joanna; Czapliński, Przemysław (Hg.): Being Poland. A New History of Polish Literature and Culture since 1918. Toronto 2018.


 

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