Mediale Vergesellschaftung
Dr. Patrick Wöhrle
Termine: Montag, 13.00 - 14.30 Uhr (4. DS)
Raum: August-Bebel-Str. 30, Raum 02-13
Beginn: Mo, 13.04.2026
Hinweis zur Einschreibung
Die Einschreibung beginnt voraussichtlich 23.03.2026.
Inhalt, Kommentar
Das Seminar ist darauf ausgerichtet, mediengeschichtliche Schwellenereignisse auf ihre vergesellschaftenden Effekte hin zu untersuchen. Zunächst wird als übergreifende Funktion von Medien herausgearbeitet, dass sie „unwahrscheinliche“ Kommunikation dennoch wahrscheinlich machen. Im Anschluss daran werden wir uns in einer Engführung von gesellschaftstheoretischen Vorüberlegungen und medienhistorischen Einzelbetrachtungen auf einzelne Medien (v.a. Sprache, Schrift /Buchdruck, Radio, Fernsehen) konzentrieren und dabei vor allem fragen, inwiefern sich an die Lösungen, die das jeweilige Medium für das Problem der Verwahrscheinlichung der Kommunikation bereithält, immer auch neue Probleme anlagern. Im Zuge dessen wird auch das Verhältnis von Verbreitungs- und sog. Erfolgsmedien (u.a. Wahrheit, Geld, Liebe) näher beleuchtet.
Teilnahmevoraussetzungen
Allgemeine Teilnahmebedingung ist neben der eingehenden Lektüre der Seminartexte und aktiver Beteiligung am Seminar-geschehen die Übernahme einer Sitzungsgestaltung (vgl. hierzu „Informationen zur Vorprüfungsleistung“, erster Teil).
Informationen zu Prüfungsvorleistungen (PVL)
Die PVL setzt sich aus zwei Teilen zusammen:
1) Übernahme einer Sitzungsgestaltung in Gruppen von zwei bis fünf Personen mit begleitendem Handout. Die Präsentation soll die Fragestellung und die Grundgedanken des Textes eigenständig zusammenfassen und strukturieren; sie wird nicht in einem Fluss abgehalten, sondern bindet über Diskussionsfragen frühzeitig das gesamte Seminar ein; ich selbst leiste dabei als „Co-Moderator“ Hilfestellung. Zudem muss das Handout als ‚backup‘ am Schluss zwei bis drei weitere Fragen an den Text bzw. das Thema enthalten. Zudem sollen in die Sitzungsgestaltung ein materieller Gegenstand oder eine aktuelle Debatte (sog. Fundstück) einfließen, an denen sich im jeweiligen Seminartext angesprochene Phänomene anschaulich demonstrieren lassen.
2) Übernahme eines Sitzungsprotokolls (ein Modellprotokoll liefere ich selbst für die erste inhaltliche Sitzung „Unwahrscheinlichkeit“)
Allgemeine Anmerkungen zur Sitzungsgestaltung
Es ist jederzeit möglich, eigene Vorschläge zu alternativen thematischen Schwerpunkten incl. entsprechender Literatur einzubringen; ich werde mich dann bemühen, diese Vorschläge in den Seminarablauf zu integrieren. Ebenso können die Seminarsitzungen gerne dazu genutzt werden, die eigenen Interessenschwerpunkte, so sie Bezüge zum Seminarthema aufweisen, ggf. schon mit Blick auf die geplante Abschlussarbeit weiter zu profilieren und zu diskutieren.
Literaturangaben