S: Träume(n) in der Frühen Neuzeit (DO, 4. DS)
Traumdeutung im Jahr 2026 boomt - ob in illustrierten Blättern, Spartensendern oder auf Social Media. Alle beschäftigt die Frage: Warum habe ich geträumt, was ich geträumt habe? Dabei ist der Versuch, Träume zu verstehen oder ihnen Sinn zu verleihen, kein modernes Phänomen, sondern seit der Antike weit verbreitet.
Das Seminar dreht sich zum um das Träumen und die Beschäftigung mit Träumen als kulturelle Praktik in der Frühen Neuzeit. Träume waren etwas, das erzählt, aufgeschrieben, gedeutet und in soziale Zusammenhänge eingebettet wurde. Dies lässt sich in frühneuzeitlichen Quellen greifen: in Traumbüchern, theologischen und medizinischen Schriften, in Fiktion und Literatur. Im Seminar steht die Arbeit an diesen zeitgenössischen Quellen im Zentrum: Wir lesen und analysieren historische Texte im Original bzw. in Übersetzung und fragen danach, welche Vorstellungen von Traum und Träumen sich darin zeigen.
In Zusammenarbeit mit der SLUB wollen wir eine Pop-Up-Ausstellung für die Lange Nacht der Bibliotheken erarbeiten. Idealerweise soll diese Ausstellung auch digital verfügbar gemacht werden. Regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit werden daher erwartet.
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