Seminar: Multimodalität
Das Seminar behandelt Multimodalität als Forschungsparadigma, das Kommunikation nicht auf verbalsprachliche Mittel beschränkt, sondern das Zusammenspiel verschiedener semiotischer Ressourcen wie Sprache, Gestik, Mimik, Blick, Bild, Layout und Prosodie in den Blick nimmt. Ausgehend von den theoretischen Grundlagen der systemisch-funktionalen Multimodalitätstheorie sowie Ansätzen der interaktionalen Linguistik werden die unterschiedlichen semiotischen Ressourcen und ihr Zusammenwirken vergleichend betrachtet. Darüber hinaus wird Multimodalität in digitalen und medialen Kontexten, etwa in sozialen Medien, Erklärvideos oder Werbung, sowie ihre Bedeutung für den Fremdsprachenunterricht und die Sprachdidaktik thematisiert, wobei auch die Reichweite und methodischen Grenzen multimodaler Analysen kritisch diskutiert werden. Nach Abschluss des Seminars sollen die Studierenden zentrale Theorien und Modelle der Multimodalitätsforschung erläutern, multimodale Daten wie Video- und Bild-Text-Kombinationen systematisch beschreiben und transkribieren, geeignete Analysetools für multimodale Fragestellungen auswählen und anwenden sowie die Relevanz multimodaler Ansätze für die eigene Fachrichtung, etwa die Sprachlehr- und -lernforschung, reflektieren können.