ÜÜ: Der hochmittelalterliche Landesausbau (Mi 1.DS)

TU Dresden | Sommersemester 2024 ÜÜ: Der hochmittelalterliche Landesausbau (Mi 1.DS)

Neben der Beschäftigung mit den gesellschaftlichen und räumlichen Komponenten für den großen Landesausbau, welcher nicht nur im Osten des Reiches zu beobachten ist, sollen auch Fragen der Siedlungskunde und Siedlungsgeographie in den Focus genommen werden.

Der große Landesausbau ab der Mitte des 12. Jahrhunderts basiert auf den Erfolgen in der landwirtschaftlichen Sphäre, die mit einem Mehrertrag in der Ernte und einem explosionsartigen Anstieg der Bevölkerungszahlen verbunden waren. Dazu trugen auch zahlreiche technische Neuerungen bei, die das Verhältnis Aussaat zu Ernte auf 1:3, bzw. 1:4 steigerte. Zudem kamen effektivere Fluraufteilungen wie die Waldhufenflur, die eine Individualisierung im Anbau zuließen. Diesem Phänomen der gewaltigen Umgestaltung der bekannten Siedlungsgefilde soll nachgegangen werden. In weniger als zwei Generationen entstand unser heutiges Siedlungsbild. An ausgewählten Beispielen werden neuen Typen der Siedlungsstruktur vorgestellt und vor allem der Umgang mit historischen Karten geübt.

 

Einführende Literatur

E. Bünz: Ostsiedlung und Landesausbau in Sachsen. Die Kührener Urkunde von 1154 und ihr historisches Umfeld, Leipzig 2008; S. Epperlein: Bäuerliches Leben im Mittelalter, Wien 2003; C. Higounet: Die deutsche Ostsiedlung im Mittelalter, Berlin 1986; R. Kötzschke: Ländliche Siedlung und Agrarwesen in Sachsen, Remagen 1953; W. Rösener (Hg.): Grundherrschaft und bäuerliche Gesellschaft im Hochmittelalter, Göttingen 1995; W. Rösener: Agrarwirtschaft, Agrarverfassung und ländliche Gesellschaft im Mittelalter, München 1992 (Enzyklopädie deutscher Geschichte 13); W. Schlesinger (Hg.): Die deutsche Ostsiedlung des Mittelalters als Problem der europäischen Geschichte, Sigmaringen 1975.

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