Postmigrantische Gegenwartsliteratur
Dozentin: Dr. Lara Tarbuk
Zeit: Mi (6)
Ort: W48/1.01
Beginn der Einschreibung : 28.09.26, 15:00 Uhr
Sprechstunde:
Mittwoch, 13:00-14:00 Uhr, W48/1.18 (außer in vl-freien Zeiten, Anmeldungen in OPAL)
Mit der Bitte um Beachtung:
Für alle Fragen betr. der Einschreibung bzw. des Kursinhalts wenden Sie sich bitte immer direkt an die oben angeführte Dozentin.
Kommentar:
Die Verwendung des Begriffes ‚postmigrantisch‘ geht im deutschsprachigen Raum auf das Theater zurück: Ab 2008 als Intendantin des Theaters Ballhaus Naunynstraße in Kreuzberg sowie ab 2013 als Leiterin des Maxim Gorki Theaters verschaffte Shermin Langhoff ihm breitere Aufmerksamkeit. Als ein Dilemma des Begriffs beschreibt Langhoff: „einerseits der Drang nach Emanzipation und Kenntlichmachung und andererseits der Wunsch nach Auflösung des Andersseins, nach Anerkennung jenseits des Spezifikums.“ Auch in der Soziologie hat der Begriff, als ‚postmigrantisches Paradigma‘, eine umfassende Theoretisierung erfahren. Das Seminar fragt mit Blick auf ausgewählte literarische Texte nach seiner literaturwissenschaftlichen Tragweite für die Erforschung der Gegenwartsliteratur sowie nach den Fallstricken einer entsprechenden Korpusbildung. Gelesen werden u.a. Texte von Fatma Aydemir, Saša Stanišić, Dinçer Güçyeter und Mithu Sanyal.