Ikonizität aus der Perspektive der kognitiven Linguistik (Saccà)
von den Grundlagen der Semiotik bis zur Lautsymbolik
Das Seminar führt in die theoretischen Grundlagen der Semiotik ein. Ausgehend von den Zeichenmodellen Ferdinand de Saussures und Charles Sanders Peirces wird danach gefragt, was überhaupt unter einem Zeichen zu verstehen ist. Zugleich wird das Verhältnis von Arbitrarität und Motiviertheit sprachlicher Zeichen betrachtet und untersucht, wie sich die Beziehung zwischen Form und Bedeutung im Laufe der Sprachgeschichte durch Prozesse der Konventionalisierung verändern kann. Anschließend werden Zeichentypen – etwa Ikon, Index und Symbol – sowie ihre Erscheinungsformen in verschiedenen semiotischen Systemen untersucht.
Den Schwerpunkt des Seminars bildet jedoch das Phänomen der Ikonizität, also die motivierte Beziehung zwischen Form und Bedeutung, die auf Ähnlichkeit, Analogie oder struktureller Entsprechung zwischen beiden beruhen kann. Dabei wird untersucht, welche Rolle ikonische Strukturen bei der Organisation sprachlicher Systeme, bei Prozessen der Bedeutungsbildung sowie im frühen Spracherwerb spielen können. Die Auseinandersetzung mit der Ikonizität erfolgt insbesondere aus der Perspektive der kognitiven Linguistik, wobei der Lautsymbolik als einer zentralen Erscheinungsform sprachlicher Ikonizität besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem Konzepte wie Embodiment und Perception Theory sowie die Frage, welche Rolle körperliche Erfahrung, Wahrnehmung und kulturell geprägte Wissensstrukturen in den Prozessen der Semiose spielen. Die behandelten Themen werden sprachvergleichend anhand von Beispielen aus dem Italienischen, Französischen, Englischen und Deutschen untersucht.
Operations Management
Lecture & Tutorial
Prof. Dr. Michael Höck
Lehrstuhl für Industriebetriebslehre, Produktionswirtschaft und Logistik