S: Vereinte Nationen und Globales Regieren

TU Dresden | Sommersemester 2025 S: Vereinte Nationen und Globales Regieren

PHF-SEMS-GK-06, PHF-SEOS-GK-06, PHF-SEGY-GK-06, PHF-SEBS-GK-06, POL-GAM-IB, POL-KAM-IB, POL-PM-IB, POL-WO-Forschung, PHF-BA-POL-AM-IP, BA-IB-ATP

 

Dozentin Prof. Elvira Rosert
Zeit Di (6)
Ort HSZ/201/U

 

Wie keine andere internationale Organisation sind die Vereinten Nationen gleichzeitig ein Symbol der Hoffnung und ein Gegenstand von Kritik. Ihre Gründungsziele – Frieden, Wohlfahrt und Menschenrechte weltweit – haben sie nicht erfüllt. Hunderte Konflikte sind seit ihrer Gründung im Jahr 1945 ausgebrochen, Armut und Ungleichheit bestehen fort, und Menschenrechte werden alltäglich verletzt.

Doch liegt es überhaupt in der Macht der Vereinten Nationen, solche komplexen strukturellen Probleme zu lösen – insbesondere aktuell, wenn sich die USA als tragende Großmacht aus der Institutionenbildung zurückziehen und institutionenkritisch agieren? Welches Instrumentarium steht den UN zur Verfügung, um ihre Ziele zu erfüllen? Welche Rolle nehmen die UN im globalen Regieren ein, wie arbeiten sie mit anderen Akteuren – etwa Regional- und Nichtregierungsorganisationen oder Unternehmen – zusammen? Und: erfüllen sie ihre Aufgaben wirklich so schlecht? 

Um uns Antworten auf diese Fragen zu nähern, wollen wir uns im Seminar mit der Geschichte und der Organisationsstruktur der Vereinten Nationen befassen und dabei insbesondere die Funktionen und Arbeitsweisen ihrer Organe in verschiedenen Politikfeldern analysieren. Als Grundlagen für unsere Analyse werden theoretisch-konzeptionelle Ansätze zur Rolle von internationalen Organisationen, etwa das Global-Governance-Konzept oder die Effektivitätsforschung, dienen.

Ziel des Seminars ist es also, einen Überblick über die Geschichte, Funktionsweise und Rolle der Vereinten Nationen in der internationalen Politik zu vermitteln. Die Studierenden erhalten dabei insbesondere einen Einblick in die Politikfelder Frieden und Sicherheit, Menschenrechte, Wirtschaft und Entwicklung, Gesundheit und Umwelt. Die Institutionenkunde wird dabei mit einer analytischen, evaluativen Perspektive sowie mit Bezügen zu aktuellen Problemlagen kombiniert.

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