Adornos Essays zur Literatur
Dozent: Hendrik Groß M.A.
Zeit: Mi (4/5), Termine: 15.04./ 22.04./ 29.04./ 13.05./ 20.05./ 27.05./ 03.06.26
Ort: W48/1.01
Beginn der Einschreibung: 23.03.26, 15:00 Uhr
Sprechstunde:
nach Vereinbarung.
Mit der Bitte um Beachtung:
Kommentar:
Theodor W. Adorno ist nicht nur für seine philosophischen, soziologischen und musiktheoretischen Arbeiten bekannt, sondern hat sich in seinem Werk auch intensiv mit Literatur auseinandergesetzt und diese zum Ausgangspunkt seiner ästhetischen wie gesellschaftskritischen Überlegungen genommen. Am prominentesten sind wohl seine Interpretationen von Goethes Iphigenie, Becketts Endspiel, Hölderlins Lyrik und Kafkas Prosa. Die Literaturwissenschaft nimmt diese Arbeiten heute jedoch nur noch am Rande zur Kenntnis; überhaupt finden die gesellschaftskritisch-materialistischen Ansätze der Kritischen Theorie zur Literatur nur noch selten Eingang in den literaturwissenschaftlichen Diskurs. Dieses Seminar möchte dagegen zeigen, dass Adornos Programm der philosophischen Deutung auch für eine heutige Literaturwissenschaft relevant sein kann und versucht daher seinen vielfältigen und durchaus kontroversen Interpretationen von lyrischen, dramatischen und epischen Texten nachzuspüren und sie im Hinblick auf eine Verfahrensweise der „kritischen Hermeneutik“ zu befragen. Hierzu werden nicht nur ausgewählte Essays von Adorno, insbesondere aus den Noten zur Literatur und den Prismen herangezogen, sondern auch die von ihm besprochenen Quellentexte, bspw. von Kafka, Hölderlin, Goethe, Eichendorff u.a. in die Diskussion einbezogen.
Die zu lesenden Texte werden zu Beginn des Semesters hier zur Verfügung gestellt.