LANDWEHR-MATLE S Verhandlungen in internationalen Konflikten: Vergleichende Fallstudien

TU Chemnitz | Sommersemester 2026 LANDWEHR-MATLE S Verhandlungen in internationalen Konflikten: Vergleichende Fallstudien

(Block)Seminarinhalte:

Verhandlungen sind ein zentrales Instrument zur Bearbeitung und Beilegung internationaler und innerstaatlicher Konflikte. Zugleich haben sich in den vergangenen Jahrzehnten sowohl die regionalen Schwerpunkte gewaltsamer Konflikte als auch die beteiligten Akteurskonstellationen deutlich verschoben. Dieses Blockseminar untersucht Verhandlungsprozesse in internationalen Konflikten anhand vergleichender Fallstudien mit einem regionalen Schwerpunkt auf Afrika.

 

Im Zentrum des Seminars steht die Analyse dieser Verschiebungen in globalen Einfluss- und Machtstrukturen innerhalb von Konflikt- und Verhandlungsarenen. Fallstudien beleuchten, inwiefern und unter welchen Bedingungen unterschiedliche externe Akteure (darunter beispielsweise ehemalige Kolonialmächte, aber auch China, Russland, die USA und die Europäische Union) in Verhandlungsprozesse eingebunden sind, welche Rollen sie einnehmen und wie sich ihr Engagement im Zeitverlauf verändert. Welche Bedeutung einzelne Akteure einnehmen, wird im Seminar fallbezogen und vergleichend untersucht.

 

Auf der Grundlage theoretischer Ansätze der internationalen Konflikt- und Verhandlungsforschung werden die Fallstudien systematisch vergleichend analysiert. Neben klassischen Fragestellungen zu Interessen, Machtasymmetrien und institutionellen Rahmenbedingungen werden auch historische Kontexte, sich wandelnde Formen externer Einflussnahme sowie die Wechselwirkungen zwischen lokalen, regionalen und globalen Ebenen berücksichtigt. Ziel des Seminars ist es, ein differenziertes analytisches Verständnis von Verhandlungsprozessen in internationalen Konflikten zu entwickeln und die Fähigkeit zur vergleichenden Bewertung komplexer Akteurskonstellationen zu stärken.

 

Aufbauend auf den Ergebnissen dieser regional ausgerichteten Analysen wird abschließend ein Ausblick auf die internationale Ebene vorgenommen. Dabei wird diskutiert, inwiefern sich die identifizierten Muster von Machtverschiebungen, Akteurskonstellationen und Verhandlungsdynamiken auch in aktuellen Großkonflikten (von Venezuela über die Ukraine bis hin zu Iran) beobachten lassen und welche Rückschlüsse sich hieraus für gegenwärtige globale Ordnungs- und Verhandlungsstrukturen ziehen lassen.

 

Das Seminar wird in deutscher Sprache abgehalten. Da ein Großteil der verwendeten Literatur auf Englisch verfasst ist, wird die Bereitschaft zur Bearbeitung englischsprachiger Texte vorausgesetzt.

 

Basierend auf den im Seminar erarbeiteten theoretischen Grundlagen und konzeptionellen Zugängen arbeiten die Teilnehmenden im weiteren Verlauf einzeln oder in Gruppen zu einem selbst gewählten Konfliktfall. Die Auswahl erfolgt in Abstimmung mit dem Seminarleiter. In vorbereitenden, kürzeren Onlinesitzungen werden Fragestellungen, Fallauswahl und analytische Zugänge gemeinsam besprochen und weiterentwickelt. Für jede dieser Vorbereitungssitzungen werden zu den ausgewählten Fällen spezifische Leitfragen formuliert, die eigenständig zu bearbeiten sind.

 

Insgesamt umfasst das Seminar sechs Sitzungen: mehrere vorbereitende Online-Termine und zwei Präsenzblöcke. Im Rahmen des Blocktermins werden die erarbeiteten Fallanalysen vorgestellt und gemeinsam diskutiert.

 

Weitere Informationen zu Sitzungen, Terminen und zum Ablauf erhalten die Teilnehmenden nach der Einschreibung über die OPAL-Mailingliste.

 

Termine:

April: 17.4. & 22.4.

Mai: 8.5., 13.5., 20.5. & 22.5.

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