Was passiert, wenn pädagogische Konstruktionsgrammatik auf KI trifft?
Künstliche Intelligenz (KI) verändert aktuell grundlegend, wie Sprache gelernt, gelehrt und analysiert wird. Gleichzeitig gewinnt die pädagogische Konstruktionsgrammatik als gebrauchsbasiertes, bedeutungs- und kontextorientiertes Sprachmodell zunehmend an Bedeutung in der Sprachdidaktik. Dieses Seminar bringt beide Entwicklungen zusammen und fragt: Was passiert, wenn konstruktionsgrammatische Sprachtheorie auf KI-gestützte Systeme trifft?
Im Zentrum des Seminars stehen zentrale Konzepte der Konstruktionsgrammatik (z. B. Form-Bedeutungs-Paare, Usage-based Learning, Frequenz, Schematizität, Konstruktionen als didaktische Einheiten) und ihre Relevanz für den Sprachunterricht. Darauf aufbauend wird untersucht, wie KI-Tools (z. B. Sprachmodelle, Chatbots, automatische Textgeneratoren oder Analysewerkzeuge) sprachliche Muster erkennen, reproduzieren und didaktisch nutzbar machen – und wo ihre Grenzen liegen.
Das Seminar verbindet theoretische Grundlagen mit praxisnahen Analysen und kleinen Projektarbeiten. Ziel ist es, ein reflektiertes, kritisch-informiertes Verständnis von KI im Kontext moderner Sprachdidaktik zu entwickeln und konstruktionsgrammatische Prinzipien bewusst auf digitale Lern- und Lehrszenarien anzuwenden.