Christa Wolf: Erzählungen

TU Dresden | Sommersemester 2026 Christa Wolf: Erzählungen

Dozentin: PD Dr. Anja Gerigk

Zeit: Do (2)

Ort: W48/0.01

Beginn der Einschreibung:  23.03.26, 15:00 Uhr


Sprechstunde:

Dienstag, 11:30-12:30 Uhr, W48/1.24 (außer in vl-freien Zeiten, Anmeldungen in OPAL)


Mit der Bitte um Beachtung:

Für alle Fragen betr. der Einschreibung bzw. des Kursinhalts wenden Sie sich bitte immer direkt an die Dozentin.
Die Adminstratorin, Angelika Gleisberg, hat nur die Lernressourcen initiativ für die Dozent:innen eingerichtet und ist nicht für deren Inhalt bzw. Kurszugang die richtige Ansprechpartnerin.
 
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Kommentar:

Seit den 1970ern hat Christa Wolf in jeder Dekade des zwanzigsten Jahrhunderts mindestens eine prägende Erzählung veröffentlicht. Diese Prosa – weder Romane noch längere Texte wie „Der geteilte Himmel“ – ermöglicht einen Zugang zum Gesamtwerk und dessen Rezeption. Das Seminar orientiert sich am Leitfaden der Zeitgenossenschaft, einschließlich vergleichender Perspektiven zwischen damals und der Gegenwart unserer Lektüren. „Neue Ansichten eines Katers“ (1970) wirft in der Fortschreibung von E.T.A. Hoffmanns Kater Murr frühzeitig das Problem von KI, menschlicher Kreativität und Weltverbesserung auf. „Kein Ort. Nirgends“ (1979) erzählt eine fiktive Begegnung zwischen Karoline von Günderode und Heinrich von Kleist, die in sozialen Zirkeln, aus denen sie zugleich radikal herausfallen, über ihr Zeitalter reflektieren. Der „Störfall“ (1987) von Tschernobyl, noch keine Pandemie, sprengt die Dimensionen der „Nachrichten eines Tages“ (Untertitel), indem er in Wahrnehmung, Sprache und Alltag hineinwirkt. Aus der Distanz schärft sich der Blick für eine prädigitale Medienkultur: Fernsehen, Briefe und Telefonate. An „Was bleibt“ (1990) wird greifbar, wie die Ungleichzeitigkeit von Entstehung und Veröffentlichung die Rezeption in ihre Bahnen lenkt: Schriftstellerische Zeitgenossenschaft findet in soziopolitischen Spannungsfeldern statt und löst eine Debatte über Christa Wolf, vor allem aber den markanten „Literaturstreit“ aus.

Zum Überblick auf Werkakzente und Forschungsstand vgl. das „Christa Wolf-Handbuch“ (Metzler, 2016). Die Erzählungen werden hier zur Verfügung gestellt.

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