TU Dresden | Sommersemester 2026 Kleists Prosa

Dozent: Dr. Thorsten Bothe

Zeit: Do (5)

Ort: BSS/117

Beginn der Einschreibung:  23.03.26, 15:00 Uhr


Sprechstunde:

Donnerstag, 12:00-14:00 Uhr, W48/1.16 (außer in vl-freien Zeiten, Anmeldungen in OPAL)


Mit der Bitte um Beachtung:

Für alle Fragen betr. der Einschreibung bzw. des Kursinhalts wenden Sie sich bitte immer direkt an den Dozenten.
Die Adminstratorin, Angelika Gleisberg, hat nur die Lernressourcen initiativ für die Dozent:innen eingerichtet und ist nicht für deren Inhalt bzw. Kurszugang die richtige Ansprechpartnerin.
 
*****************************************

Kommentar:

Gegenstand des Seminars sind jene Texte, die in der Forschung oft unter „Erzählungen, „Novellen“ und „Anekdoten“ firmieren (obwohl Kleist sich wenig um Gattungsbegriffe bekümmerte), jene also, die z.B. in den Erzählungen, Berliner Abendblättern, Nord und Süd, in Der Freimüthige oder im Phöbus erschienen sind. Wir lesen u.a. Michael Kohlhaas, Die Marquise von O...., Das Erdbeben in Chili, Die Verlobung in St. Domingo, Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik. Eine Legende, aber auch Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden, Über das Marionettentheater, Unwahrscheinliche Wahrhaftigkeiten, Anekdote aus dem letzten Kriege und Empfindungen vor Friedrichs Seelandschaft. Das Seminar führt in aktuelle und traditionelle Positionen der Kleistforschung ein (Interkulturelle Germanistik, Rhetorik, Dekonstruktion, Recht und Literatur, Typographie und Literatur, gender studies u.a.). Wenn erforderlich (z.B. bezüglich der Typographie), werden andere Kleistausgaben zum Vergleich herangezogen. Ein Reader mit ergänzenden Texten und Forschungsliteratur wird hierzu in der ersten Vorlesungswoche online bereitgestellt.

Literatur:

  • Heinrich von Kleist: Sämtliche Erzählungen und andere Prosa, Stuttgart: Reclam 2011 (Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8232, sollte angeschafft werden).
  • Gaderer, Rupert: Michael Kohlhaas (1808/10): Schriftverkehr – Bürokratie – Querulanz. In: Zeitschrift für deutsche Philologie, H. 4 (2011), S. 531–544.
  • Groddeck, Wolfram: Die Inversion der Rhetorik und das Wissen von der Sprache. Zu Heinrich von Kleists Aufsatz Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden. In: Nikolaus Müller-Schöll/Marianne Schuller (Hg.): Kleist lesen. Bielefeld 2003, 101–116.
  • Menke, Bettine: Holes and Excesses: On Wit and the Joke in Kleists Anecdote from the Last War. In: Modern Language Notes 122 (2007), 647–664.
Zugang zum Kurs gesperrt. Bitte melden Sie sich an. Login
Informationen zum Zugang
Sie haben zu wenig Berechtigungen, um diesen Kurs zu starten.