BC – Blended Coding

BC – Blended Coding

Ziel des Vorhabens ist die vollkommene Neugestaltung des didaktischen Konzeptes einer Lehrveranstaltung zur Software-Entwicklung. Diese findet bisher als inhaltsgetriebene, dozentenzentrierte, klassische Vorlesung mit angeschlossenen Praktika statt. Dabei waren Studierende in der Vergangenheit oft wenig motiviert und konnten den Inhalten aufgrund individuelle Wissensunterschiede nur schwer folgen.

Das Konzept der Lehrveranstaltung soll im Rahmen des Vorhabens in ein studierendenzentriertes, didaktisches Design überführt werden, das neben der Fachkompetenz weitere digitale Kompetenzen der Studierenden sowie angrenzende Schlüsselkompetenzen aufbaut (Teamfähigkeit, Kommunikationskompetenz, Präsentationskompetenz). Hierzu soll die Veranstaltung auf ein projektbasiertes Lehrformat mit einem Mix von partizipativen Anteilen und vordefinierten Zwischenschritten auf dem Weg zur Erreichung eines Projektzieles umgestellt werden. Das Projektvorhaben soll als Gruppenarbeit erbracht und verteidigt werden. Im Verlauf der Bearbeitung des Projektes werden die Studierenden eine Vielzahl digitaler Werkzeuge kennenlernen und gezielt zur Erreichung des Projektziels einsetzen. Wissensvermittlung findet on demand statt – je nach Themen der Projektgruppen und fehlenden Hintergrundwissen, wird dieses sukzessive und teilweise digital, teilweise analog präsentiert. Für die verschiedenen Phasen des Projektes sollen digitale Werkzeuge zur Begleitung der Projektentwicklung, -dokumentation und -präsentation sowie zur Organisation der Teamarbeit zum Einsatz kommen. Ziel des Vorhabens ist neben dem Kompetenzaufbau vor allem eine Steigerung des Lernerfolgs der Studierenden.

Details

Projektträger

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK)

Lessons Learned

Was entwickelte sich positiv im Projektverlauf?

Die Student*innen zeigten sich auch im zweiten Durchlauf sehr motiviert und selbstständig. Im aktuellen Corona-Semester wiesen die Student*innen eine hohe Resilienz bei der Bearbeitung ihrer Aufgaben hinsichtlich des online Formates und der damit einhergehenden Einschränkungen auf.

Welche Herausforderungen ergaben sich bei der Projektdurchführung?

Einige Student*innen hatten bezüglich der Bewertung der Projekte Bedenken. Der Mangel an einer einheitlichen Aufgabenstellung sowie klarer Anforderungen für bestimmte Noten führte zu Unsicherheit. Erst durch mehrere Gespräche wurde das Format (problembasiertes Lernen) vollständig angenommen.

Traten unerwartete Schwierigkeiten auf? Wenn ja, welche?

bis auf die Unsicherheit zu Beginn kam es zu keinen Schwierigkeiten

Was würden Sie aus Ihren Erfahrungen heraus für ähnlich angelegte Projekte empfehlen?

Der Ansatz des problembasierten Lernens in Gruppen mit einer APL hat sich als sehr vielversprechend gezeigt. Wichtig ist hierbei eine strukturierte Arbeitsweise sowie eine offene und respektvolle Kommunikations- und Feedbackkultur. Dies schafft Sicherheit und kann die Bedenken der Teilnehmenden frühzeitig zerstreuen.

Weitere „Lessons-Learned“:

Die Mischung von Online- und Präsenzlehre zeigte sich sehr vielversprechend und soll auf alle eigenen Kurse übertragen werden. Die Student*innen wiesen in den Gruppen eine hohe Eigenständigkeit und Motivation auf. Auch im Corona-Semester zeigten sie eine sehr hohe und intensive Beteiligung. Dies ist gegenüber vergleichbaren Kursen auffällig.

Nachnutzungsmöglichkeiten

Der erprobte Ansatz soll auf alle eigenen Module übertragen werden. Zudem fand an der FH Zwickau eine Weiterbildung statt, bei der unter anderem dieser Ansatz vorgestellt und zur Nachahmung motiviert wurde. In der aktuellen Ausschreibung Digital Fellowship soll die Idee weiter verfolgt und mit der Hochschule für Musik Dresden ein Verbundantrag gestellt werden.

Weitere Informationen

Projektzeitraum: 01.10.2019 bis 31.10.2020

Kontakt

Prof. Dr. Georg Freitag

Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden

freitag@htw-dresden.de

0351/462 3905

https://www.htw-dresden.de