Digitale Literatur- und Sprachwissenschaften

Digitale Literatur- und Sprachwissenschaften

DigitaLis erprobt eine curriculare Struktur miteinander verzahnter Veranstaltungsformate, deren Zusammenspiel geprüft und evaluiert wird. Erschließungsgegenstand sind Texte, die die Möglichkeiten und Kapazitäten Einzelner übersteigen - so ist von vornherein Zusammenarbeit notwendig. Die Entwicklung zu einer Haltung gegenüber OER ist DigitaLis damit eingeschrieben. Das Curriculum, das durch DigitaLis begleitet wird, gestaltet sich wie folgt:
- Digitalisierungswerkstatt: Studierende erwerben hier basale Kenntnisse zur Digitalisierung von Texten von der Bilddigitalisierung über OCR (Optical Charakter Recognition) bis hin zur Produktion von XML-Texten zur weiteren Verarbeitung nach TEI-Standard.
- Seminar zum digitalen Edieren: Studierende erwerben die Fähigkeit, mehrsprachige Basisdigitalisate in wissenschaftliche, frei nutzbare Editionen zu transferieren sowie Editionsmodelle unter digitalen Paradigmen zu entwickeln und zu bewerten
- Seminar zur maschinellen Analyse: Studierende erwerben die Fähigkeit, Basisdigitalisate oder Editionen mit maschinellen Methoden zu untersuchen und Ergebnisse frei zugänglich für eine qualitative Analyse aufzubereiten und zu visualisieren (auch im Hinblick auf eine interessierte Öffentlichkeit).
- Vorlesung zur Digitalisierung der Textwissenschaften: Studierende erhalten hier einen Überblick über mögliche Anwendungsfelder von Theorien und Methoden der Digitalisierung und vor allem Transfermöglichkeiten in Forschung, Bildung und Öffentlichkeit. Die Vorlesung wird durch einen Screencast unterstützt (http://bit.ly/GLS_Screencast).

Das Curriculum wird evaluiert und durch ein tragfähiges Konzept (online frei verfügbar) dokumentiert.

Details

Projektträger

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK)

Lessons Learned

Was entwickelte sich positiv im Projektverlauf?

Der gesamte Projektverlauf und vor allem die interne Kommunikation des studentischen Evaluationsteams entwickelt sich erfreulich und durchgehend positiv. Zudem wurde eine enge Zusammenarbeit mit der Hochschuldidaktik etabliert, d. h. Projektevaluation mit wissenschaftlichem Instrumentarium der Hochschuldidaktik tiefergehend analysiert und dadurch für generelle Kompetenzentwicklung von Studierenden in geisteswissenschaftlichen Studiengängen sowie Studiengangsentwicklung allgemein anschlussfähig gemacht.

Welche Herausforderungen ergaben sich bei der Projektdurchführung?

Die späte Mittelfreigabe führte zu Verzögerungen bei der Einstellung von Projektmitarbeiter·innen. Ebenso gab es Probleme bei der Mittelfreigabe zur Verlängerung von SHK-Verträgen.

Traten unerwartete Schwierigkeiten auf? Wenn ja, welche?

s. o.: SHK konnten nur verzögert eingestellt werden

Nachnutzungsmöglichkeiten

Die curriculare Struktur wird vorgestellt und die Genese online transparent gemacht. Einzelne Materialien bleiben dauerhaft zugänglich (Anreicherung & Virtualisierung). Die Projektergebnisse wurden der hochschuldidaktischen Community zugänglich gemacht, wodurch eine Verwertung auch durch diese zu erwarten ist.

Weitere Informationen

Projektzeitraum: 01.11.2019 bis 31.12.2020

Generelles

Aufsatz zum Vortrag erscheint 2021

Weiteres

Nicht alle Lerninhalte können "virtualisiert" werden; aber insbesondere die Vorlesung zur "Digitalisierung der Textwissenschaften" wird als OER zur Verfügung gestellt.

Kontakt

Prof. Dr. Alexander Lasch

Technische Universität Dresden

alexander.lasch@tu-dresden.de

0351/463 361 75

https://tu-dresden.de/gsw

Dr. Juliane Rehnolt

Technische Universität Dresden

juliane.rehnolt@tu-dresden.de

0351/463 33219