Videointeraktion in der interuniversitären Lehrerbildung

Videointeraktion in der interuniversitären Lehrerbildung

Lehramtsstudierende schneiden in lokalen wie auch hochschulübergreifenden Gruppen an 4 Standorten Kurzfilme von Musikunterricht, die anschließend sowohl im lokalen Seminarplenum als auch in einer virtuellen Tagung verteidigt und diskutiert werden.

Details

Projektträger

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK)

Lessons Learned

Was entwickelte sich positiv im Projektverlauf?

Die Kooperation mit den Lehrenden an den beteiligten Seminarstandorten verläuft sehr positiv, die derzeit erst Seminarkohorte nähert sich dem Abschluss. Wesentliche Erhebungen konnten durchgeführt werden. Die technischen Mittel (Online-Videoschnitt über externen Anbieter, Weboberfläche zum Ansehen von mehrperspektivischen Unterrichtsvideos sowie für Präsentation und Kommentierung der Kurzfilme (Analytical Short Films)) sind in einer Pilotversion verfügbar.

Welche Herausforderungen ergaben sich bei der Projektdurchführung?

Die Kooperation von 4 Seminarstandorten gestaltet sich als besondere logistische Herausforderung, auch wenn Präsenzveranstaltungen meist nur im lokalen Plenum stattfinden. Die Anpassung vorhandener technischer Lösungen (Videocampus Sachsen in der Pilotphase der TU Freiberg) erfordert eine tiefgehende Beschäftigung mit technischen Grundlagen. Moderne technische Lösungen wie Online-Video-Editing sind auf nationaler Ebene nicht in ausreichenderr Qualität verfügbar.

Traten unerwartete Schwierigkeiten auf? Wenn ja, welche?

Die Online-Video-Editing-Funktionalitäten der Videoplattform, auf die nach Planung zurückgegriffen werden sollte, wurden leider in keinster Weise den Anforderungen des Seminarsettings gerecht, wodurch auf eine externe Lösung eines Dienstleisters zurückgegriffen werden muss. Darüber hinaus stellte sich heraus, das für die meisten Funktionalitäten auf zusätzliche Tools, welche nur im Hintergrund mit der geplanten Videoplattform in Verbindung stehen, zurückgegriffen werden muss.

Was würden Sie aus Ihren Erfahrungen heraus für ähnlich angelegte Projekte empfehlen?

Es sollten prinzipiell ausreichend Planungszeit und regelmäßige Treffen für die Realisierung universitätenübergreifender Seminare eingeplant werden. Was die technischen Aspekte angeht, sollte an einer möglichst engen Verzahnung von IT-Technikern und Anwendern gearbeitet werden.

Nachnutzungsmöglichkeiten

Einerseits wird über die Dissemination der genannten Produkte das Seminarsetting für andere Hochschulstandorte fruchtbar gemacht. Es laufen bereits weitere Gespräche auch mit internationalen Partnern zur Realisierung des Seminarkonzepts. Sofern im Laufe des Projekts die nötigen Weboberflächen funktionsfähig realisiert werden können, stehen mehrere Kooperationspartner zur Verfügung, welche diese für eine Umsetzung des Seminarsettings, auch in anderen Bereichen der Lehrerbildung, nutzen würden. Andererseits werden die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung wie auch beim Vorgängerprojekt auf Tagungen und in wissenschaftlichen Zeitschriften o.ä. gegen Projektende veröffentlicht.

Weitere Informationen

Projektzeitraum: 01.01.2018 bis 31.12.2018

Generelles

Wie beim Vorgängerprojekt werden bei allen 4 kooperativ arbeitenden Seminaren Daten in Form von Gruppendiskussionen, Fragebögen und Seminarprodukte gesammelt und mittels Verfahren der Qualitativen Inhaltsanalyse und der Grounded Theory untersucht. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden im Laufe dieses und des kommenden Jahres auf Tagungen und in verschiedenen Veröffentlichungen publik gemacht.

Das Projekt befindet sich derzeit in etwa in der Mitte seiner Laufzeit. Von 2 Seminaren, die jeweils an 4 Standorten durchgeführt werden, liegt das erste kurz vor seinem Abschluss in einer virtuellen Konferenz am 30.6.2018. Die technischen Mittel zur Seminargestaltung befinden sich noch im Aufbau, ebenso befinde sich die wissenschaftliche Begleitforschung noch in der Erhebungsphase. Ergebnisse in Form konkreter öffentlicher Produkte werden daher vorraussichtlich gegen Ende des Jahres 2018 nachgereicht.

Für weitere Informationen zur Weboberflächse sowie zum detaillierten Seminar-Ablaufplan, inkl. Video-Tutorials, wenden Sie sich bitte an die Kontaktperson(en).

Weiteres

Vorprojekt: Videointeraktion über Multi-Angle-Classroom-Videos

Kontakt

Prof. Dr. Christopher Wallbaum

Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig

christopher.wallbaum@gmail.com

https://www.researchgate.net/profile/Christopher_Wallbaum

Daniel Prantl

Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig

daniel.prantl@hmt-leipzig.de

0341/2144755

https://hmt-leipzig.academia.edu/DanielPrantl