Virtuelle Arbeitsumgebung in der translatologischen Lehre

Virtuelle Arbeitsumgebung in der translatologischen Lehre

Das Vorhaben umfasst die Erprobung von Virtual-Classroom-Systemen u. für Online-Lehre nutzbare Lösungen (Videokonferenz-, Redaktions-, Kollaborationssoftware) in curricularen Veranstaltungen translatorischer Studiengänge an 3 Universitäten (Leipzig, Pjatigorsk/ RU, Conceptción/CL). Bestehende LV in Translation, Lokalisierungs-Engineering u. Translations-Projekt-Management werden in virtuelle Umgebungen überführt. Diverse Systeme u.a. Co-working-Szenarien, die im translatorischen Projektmanagement angewendet werden (Arbeitsgruppen, Kompetenzzetralisierung, individuell o. kooperativ zu bearbeitende Aufgabenpaketen) werden in authentischen Aufträgen erprobt. Die Texte fokussieren Digitalisierung der Translation, womit Digitalisierung auf die Metaebene erhoben werden. Parallel werden die Tools hinsichtlich Praktikabilität in Lehre und Praxis evaluiert. Ziel ist neben digital ermöglichter translatorischer Auseinandersetzungen mit Fachtexten das Kennenlernen verschiedener Tools.

Details

Projektträger

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK)

Lessons Learned

Was entwickelte sich positiv im Projektverlauf?

In der regen und sehr befruchtenden Kooperation zwischen den Studierenden der teilnehmenden Einrichtungen und dem Beitrag der Studierenden zur Evaluierung der erprobten Medien und Programme sehen wir das wichtigste Ergebnis des Projektes.

Welche Herausforderungen ergaben sich bei der Projektdurchführung?

Die Pandemie. Der Internetzugang, Schnelligkeit der Verbindungen und der Umfang des nutzbaren bzw. zur Verfügung stehenden Datenvolumens ist in den teilnehmenden Ländern sehr unterschiedlich. Unter den Studierenden aus Chile z.B. war in den Zeiten der Ausgangs- und Kontaktsperren das Mobiltelefon oft das einzige Gerät, das einen Zugang zum Netz ermöglichte, Datenpakete sind teuer.

Traten unerwartete Schwierigkeiten auf? Wenn ja, welche?

Die Zugänglichbarmachung aller Materialien war eine Herausforderung, da manche der Studierenden langsame Internetverbindungen hatten, die manche Aufgaben erschwerte, oder aber Dateien für die Offline-Arbeit von den Lehrkräften vor Ort per USB-Stift bekommen mussten, da sie online keine großen Dateien laden konnten.

Was würden Sie aus Ihren Erfahrungen heraus für ähnlich angelegte Projekte empfehlen?

Die Lehren betreffen v.a. die Folgen der Pandemie; eigentlich war die Videoschaltung zwischen Gruppen geplant, die an ihren jeweiligen Einrichtungen mit den Lehrkräften in entsprechend ausgestatteten Räumen zusammenkommen sollten; in ähnlich angelegten Projekten spielt das Problem des Zugangs und der Netzgeschwindigkeit außerhalb von Pandemiebedingungen vielleicht keine große Rolle, alternative Zugangsmöglichkeiten für benachteiligte Studierende sollte aber berücksichtigt werden.

Nachnutzungsmöglichkeiten

Das Unterrichtskonzept und die Materialien sollen auch in Zukunft für das Angebot gemeinsam angebotener Lehrveranstaltungen genutzt werden. Angestrebt ist eine Umsetzung unter "Normalbedingungen", also außerhalb pandemiebedingten Ausnahmezuständen. Derzeit arbeiten die Projektteilnehmenden an Konzepten für die Beantragung von Folgeprojekten, die auf den positive Projekterfahrungen anschließen und diese ausbauen sollen.

Weitere Informationen

Projektzeitraum: 01.07.2020 bis 31.12.2021

Generelles

Lehrmaterialien und Konzepte stehen zur weiteren Nutzung innerhalb des Projektes bereit. Zuänglichmachung erfolgt in Zukunft über einschlägige Publikationen.

Kontakt

Prof.Dr. Carsten Sinner

Universität Leipzig

sinner@uni-leipzig.de

0341/9737602

www.ialt.de