Eine offene, digitale Lernwelt zur virtuellen Lehrkooperation mittels Building Information Modeling

Eine offene, digitale Lernwelt zur virtuellen Lehrkooperation mittels Building Information Modeling

Folgende Handlungsfelder des Arbeitskreises E-Learning werden adressiert: (i) Gestaltungskonzepte für Kompetenzorientierung, (ii) Niedrigschwellige Erstellung digitaler Lehr/Lerninhalte, (iii) Verstetigung; Vernetzung von Lehrsystemen.
Die Partner des Verbundprojektes bringen als Vorleistung BIM-Modelle vorhandener Bauwerke ein, die nach dem Gedanken einer „BIM-Siedlung“ in kollaborativen Arbeitsprozessen weiterentwickelt werden sollen. Die Metapher der „BIM-Siedlung“ ergänzt die im Bildungsportal Sachsen und beim DFN vorhandenen Lerntechnologien (z.B. OPAL, VideoCampus Sachsen oder Adobe Connect) und liefert einen allgemeingültigen Rahmen, in den mittel- und langfristig weitere Lehr/Lerninhalte eingepflegt werden können. Die Nutzung eines international standardisierten, offenen Meta-Modells (IFC) setzt OER-Prinzipien auch auf fachspezifischer Ebene um.
Die Lehrveranstaltungen sind bereits in den jeweiligen Studien- und Prüfungsordnungen der beteiligten Hochschulen verankert (TUD: BIW 4-70, HTWK: Modul 3240).

Details

Projektträger

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Lessons Learned

Was entwickelte sich positiv im Projektverlauf?

Kurz nach Beendigung des ersten Pilotdurchlaufes bestätigte sich die Notwendigkeit digitaler Werkzeuge durch den Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020. Daraus resultierte eine enorm gesteigerte Motivation aller Beteiligten das Konzept ausgiebig auszuwerten und weiter zu optimieren.

Welche Herausforderungen ergaben sich bei der Projektdurchführung?

Die statischen Modulbeschreibungen gaben einen strengen Rahmen zu den Lehrinhalten vor, sodass projektspezifische Anpassungen nur sehr schwer möglich waren. Des Weiteren mussten oft Kompromisse bei der Terminfindung für gemeinsame Termine getroffen werden, da es unterschiedliche Stundenpläne an den kooperierenden Hochschulen gab.

Traten unerwartete Schwierigkeiten auf? Wenn ja, welche?

Die technischen Grenzen in OPAL wurden deutlich:
Der Einschreibeprozess in die Module musste angepasst werden, damit externe Studenten an der Partnerhochschule Zugriff bekommen. Weiterhin waren physische Treffen zwischen den Projektbeteiligten und Studenten wegen Corona-Maßnahmen im zweiten Projektdurchlauf nicht mehr uneingeschränkt möglich.

Was würden Sie aus Ihren Erfahrungen heraus für ähnlich angelegte Projekte empfehlen?

Eine gemeinsame Lernplattform ist die Grundvoraussetzung für einen reibungslosen Ablauf. Das Zugangsmanagement aller Teilnehmenden sollte vorab geklärt werden.

Weitere „Lessons-Learned“:

Im Vorfeld sollten zur gleichen Zeit stattfindende Zeitslots für die Lehrveranstaltungen an allen teilnehmenden Hochschulen festgelegt und genehmigt werden.

Nachnutzungsmöglichkeiten

Die Kooperation wird über den Projektzeitraum hinaus beibehalten. Der Projektablauf lässt sich adaptieren und kann so auch von anderen Hochschulen genutzt werden.

Weitere Informationen

Projektzeitraum: 01.05.2019 bis 31.12.2020

Weiteres

Am Anfang war das Ziel die Lehrveranstaltung mit digitalen Medien anzureichern und teilweise digitale Werkzeuge ( virtuelle Baubesprechung ) zu integrieren. Wegen der Pandemie wurde das Konzept aber kurzerhand auf vollständige Virtualisierung umgestellt.

Kontakt

Prof. Dr.-Ing. habil. Karsten Menzel

TU Dresden, Institut für Bauinformatik

karsten.menzel1@tu-dresden.de

0351 463 42540

https://tu-dresden.de/bu/bauingenieurwesen/cib

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Möller

Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

ulrich.moeller@htwk-leipzig.de

0341/30766281

https://www.htwk-leipzig.de/startseite/