Bund und Länder haben gemeinsam mit dem DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation am 15. Juni 2026 den nationalen Bildungsbericht „Bildung in Deutschland 2026“ vorgestellt. Der indikatorengestützte Bericht liefert eine umfassende Bestandsaufnahme des deutschen Bildungssystems – von der frühkindlichen Bildung über Schule, berufliche Ausbildung und Hochschule bis hin zur Weiterbildung.

Die aktuelle Ausgabe macht deutlich, dass sich viele Entwicklungen im Bildungsbereich erst über längere Zeiträume hinweg zeigen und daher über mehrere Berichtszyklen beobachtet werden müssen. Zugleich dokumentiert der Bericht zahlreiche Maßnahmen und Ausbauprozesse, mit denen Bund und Länder auf bestehende Herausforderungen reagieren.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Thema „Bildungsungleichheiten nach sozialer Herkunft“. Der Bericht verweist auf Fortschritte bei der Bildungsbeteiligung von Menschen mit Einwanderungsgeschichte in der zweiten Generation sowie auf den langfristigen Trend zu höheren Bildungsabschlüssen in der Bevölkerung. Gleichzeitig bleibt die soziale Herkunft ein entscheidender Faktor für Bildungschancen und Bildungserfolg.

Darüber hinaus wird die zunehmende Bedeutung von Bildungspolitik für die Fachkräftesicherung hervorgehoben. Die Integration Zugewanderter in Bildung und Arbeitsmarkt, die bessere Nutzung vorhandener Erwerbspotenziale sowie die Stärkung des lebensbegleitenden Lernens gelten dabei als zentrale Handlungsfelder.

Der nationale Bildungsbericht wird seit 2006 alle zwei Jahre von einer unabhängigen Autor:innengruppe im Auftrag von Bund und Ländern erstellt und vom DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation koordiniert.

Der vollständige Bericht und weiterführende Informationen sind unter www.bildungsbericht.de abrufbar.